Rosemarie Gudrun Ziegler
Erwachen
Der Wind besucht den Kiefernhain,
öffnet sein Tor und tritt hinein,
dreht Runden wie ein Karussell,
verlässt den Hain danach ganz schnell.
Er treibt vor sich den Wolkenzug,
sie öffnen sich in ihrem Flug,
verteilen ihre Wassermengen,
die Tropfen an den Nadeln hängen.
Dort glitzern sie im Sonnenlicht,
das sich in ihren Linsen bricht,
es reflektiert und flieht nach oben,
dadurch erscheint der Regenbogen.
Das ist ein Wetterphänomen,
am Himmel scheint er still zu steh´n,
allein gemalt durch die Natur,
die Farbenpracht bringt Freude pur.
Der Regen macht den Boden nass,
es öffnet sich das Samenfass,
im Erdreich und im weichen Moos
beginnt das Wachstum rigoros.
Wildblumen, wie die Orchideen
wollen nun die Sonne sehen,
sind in der Blüh- und Wachstumsphase,
ihr lieblich´ Duft erfreut die Nase.
Wind, Wetter und Naturgewalten
von nun an Feld und Flur gestalten.
Mit tosend lautem Wasserfluss
schicken die Berge ihren Gruß.
Das Bächlein schlüpft aus seinem Bett,
sein Wasser Pirouetten dreht,
in ihnen wirbelt das Gestein,
die Strömung fängt es wieder ein.
Das Wasser kann sich auf den Wiesen
erst sammeln und dann sanft wegfließen.
Der Boden saugt es auf geschwind,
den Rest vertreibt ein Frühlingswind.
Lebendigkeit macht nun die Runde,
die Vögel bringen frohe Kunde.
Die Sonne hat dank ihrer Macht
den Lebenszyklus angefacht.
RGZ 17.1.25©
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.06.2026.
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