Günter Weschke
Zwischen dem Jetzt und dem Licht
Es gibt ein Schweigen,
das deinen Namen nicht ruft
und ihn doch bewahrt
wie das erste Licht
den Tau auf einem Blatt.
Ich suche dich
nicht in den Wegen der Welt,
sondern dort,
wo der Abend
die Farben langsam aus den Dingen löst.
Vielleicht ist Liebe
kein Feuer,
das den Himmel fordert,
sondern ein leiser Garten,
in dem selbst der Wind
lernt, behutsam zu sprechen.
Und wenn wir einander begegnen,
nicht als Antwort,
sondern als offene Frage,
dann wächst zwischen unseren Händen
etwas Unsichtbares,
das weder Zeit noch Ferne
zu benennen vermögen.
So bleibe.
Nicht wie ein Stern,
der über mir glänzt,
sondern wie das Licht,
das ich erst bemerke,
wenn es längst mein Herz
zum Leuchten gebracht hat.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.07.2026.
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