Istvan Hidy
Menschenreife
Nicht jedem ist das Los beschert,
dass die Jahre Jugendkraft vermehrt.
Wer Herz und Neugier treu bewahrt,
dem bleibt das Leben Gegenwart.
Er lernt aus jedem Sonnenschein,
und selbst aus Regen wächst Gedeih’n.
Die Falten sind kein Makel bloß,
sie zeichnen Wege, klein und groß.
Ein jedes Jahr schreibt still hinein,
was einst an Erfahrung durfte sein.
So trägt, wer offen weitergeht,
den schönsten Schmuck, der nie vergeht.
Nicht Zeit allein macht edlen Sinn,
entscheidend ist, was wächst darin.
Wer Güte sät mit kluger Hand,
erntet Vertrauen weit im Land.
Und findet, wenn der Abend lacht,
den Reichtum, den kein Gold je macht.
Drum messt den Menschen nicht am Haar,
nicht an der Zahl vergang’ner Jahr’.
Denn mancher, dessen Haupt schon weiß,
trägt junges Feuer, still und heiß.
Und mancher, früh schon matt und klein,
lässt ungeblüht sein Leben sein.
So reift der Mensch, wenn Glück ihn lenkt,
und jeder Tag ihm Weisheit schenkt.
Nicht Alter ist des Lebens Ziel –
nur Entfaltung zählt in reichem Maß.
Wer Herz und Geist im Einklang hält,
bleibt jung trotz aller Zeit der Welt.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.07.2026.
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