Rosemarie Gudrun Ziegler
Staub
Der Staub kommt stets auf leisen Sohlen
und legt, von Schwerkraft anbefohlen
auf alles, was im Weg, sich nieder,
da ist ihm gar kein Ort zuwider.
Er bildet eine dünne Haut,
die farblich meist zart grau ausschaut
und einen Hauch von Vintage hat,
das ist modern jetzt in der Tat.
In engen Nischen und auch Ecken
kann er sich lange Zeit verstecken,
schafft es, uns so zu überlisten,
sein Dasein hat dort keine Fristen.
Weil, wenn er sich dort niederlegt,
er selten Aufsehen erregt,
so lässt man ihn dann auch gewähren,
bis man beschließt, ihn wegzukehren.
Dann wird er wie Nebel schweben,
sich leise in die Luft erheben,
im Sonnenlicht uns Bilder malen,
auch wenn die uns gar nicht gefallen.
Am besten fängt man ihn feucht ein,
so kann man sich von ihm befreien,
bis sich der nächste Staub bewegt
und dann erneut dort niederlegt.
RGZ 17.11.25©
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.07.2026.
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