Istvan Hidy
Deutsches Kriegslied 2026
Rüsten, planen, Reden halten,
Haushaltszahlen neu gestalten,
werben, zählen, Listen führen,
Ängste wecken, Meinung rühren.
Zwischen Frieden und Alarm
wächst die Debatte, still und warm.
Mit Fahnen, Worten, Heldenklang –
zieht Zweifel durch das ganze Land.
So klingt der neue Zeitenchor,
Verteidigung tritt laut hervor.
Die einen rufen: „Stärke zeigen!“
Die andern: „Lasst die Waffen schweigen!“
Stahl und Technik, Schild und Schwert,
Sicherheit wird neu erklärt.
Zwischen Hoffnung, Angst und Pflicht
sucht der Frieden sein Gesicht.
Wer schützt das Land? Wer schützt den Sinn?
Wo führt der nächste Schritt uns hin?
Nicht jedes Schwert bringt Sicherheit,
die Welt lebt nicht mehr in der Ritterzeit.
Die Jugend hört die alten Lieder,
Geschichte kehrt als Mahnung wieder.
Nie leichtfertig zum Marsch bereit –
denn Krieg kennt keine Herrlichkeit.
Drum prüfet Worte, prüfet Macht,
bevor der nächste Schritt erwacht.
Denn wer den Frieden ernst begehrt,
fragt auch, wodurch er sich bewährt.
Nicht Jubel soll das Ende sein,
nicht Hass, nicht Stolz auf blinden Schein.
Nur die Erinnerung bleibt bestehen:
Kein Sieg lässt sich befehlen.
Den Preis des Krieges zahlen Seelen.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.07.2026.
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