Rosemarie Gudrun Ziegler
Worte
Wenn der Kopf ein Wort entsendet,
das vorher das Gehirn gespendet,
dann leicht über die Zunge eilt,
anschließend sich der Welt mitteilt,
egal ob lautstark oder leise,
die Sprache schickt es auf die Reise.
Wenn der Kopf sehr rührig ist,
der Wörterregen nur so fließt,
unausgesprochen auf Papier,
als Buch, Gedicht, dann wissen wir,
wir können es in Händen halten,
dort wird sich dann das Wort entfalten.
Wenn der Kopf das Wort nicht findet,
weil es die Buchstaben nicht bindet,
nicht den Anfang, nicht das Ende,
ständig dreht es sich behände,
egal ob dumm oder ob schlau,
das Wort steht irgendwie im Stau.
Wenn im Kopf das Chaos waltet,
alles dann auf Kurzschluss schaltet,
die Wortfindung verloren geht,
weil Wirrwarr dem im Wege steht,
es trifft den Mann, wie auch die Frau,
der Wörter Farbe nur noch grau.
Wenn im Kopf nichts kann geschehen,
kein einzig Wort liegt in den Wehen,
kein Gedanke will mehr leben,
die Zungen nichts mehr von sich geben,
ist es für jeden Satz zu spät,
der Mensch für immer von uns geht.
RGZ 26.12.24©
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.07.2026.
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