Ernst Wetzel

Licht, Sonne und Klima - alles ist prima ...

Licht, Du bist nicht nur mein Lebenselixier;
ganz sicher auch für die Tiere und für die Natur,
bist Taktgeber für das Leben auf der Erde hier,
das sichtbare Licht lädt alle ein zur Tagestour.
Es beeinflusst unseren Schlaf-Wach-Rhythmus,
und damit auch unsere gefühlte Stimmung,
schiebt uns an für den alltäglichen Aktivismus
bei der Selbst- oder auch Fremdbestimmung.
Besonderer Taktgeber ist dabei das Sonnenlicht,
das oft vermisst wird und auch gezielt gesucht,
wenn man über den geplanten Urlaub spricht,
wird u. a. das Mittelmeer (noch) gerne gebucht.
Weil das Wetter dort Dir die Sonne verspricht,
80 % des Alltags in Innenräumen findet statt,
dabei begleitet von defizitärem Sonnenlicht,
blauem Licht von Monitoren und LED’s satt;
da steht die Gesundheit in keinem guten Licht.
Sonne stand lange synonym für schönes Wetter,
bis der Klimawandel bei uns zu wirken begann,
jahrelang bohrten Klimaforscher dicke Bretter,
Hitzewellen, Orkane, Sturmfluten kommen an.
Die von Menschen gemachte Erderwärmung
lässt häufiger Hitzewellen grenzwertig erleben,
für vulnerable Menschen nun eine Offenbarung,
denn Klimaschutz war lange nicht anzustreben.
Die hitzeverursachten Todesraten sind ein Indiz
für vernachlässigten (baulichen) Klimaschutz,
ob öffentliche Bauten oder das endliche Hospiz,
versiegelte Böden, viel Asphalt, kein Isolierputz;
dazu mangelbehaftete Straßenfluchtplanungen,
die den Winddurchzug durch die Stadt blockieren,
verhindern notwendige nächtliche Abkühlungen,
und den Willen, sich in der Stadt zu platzieren.

Die Klimaanpassung die Kommunen dazu zwingt,
noch grundsätzlicher zu pochen auf Konnexität,
wenn der Bund/das Land anordnet, es auch gelingt,
dass dann herhalten muss des Initiators Liquidität.
Und das bei den hochverschuldeten Haushalten
in allen vertikalen Ebenen der föderalen Hierarchie,
da lässt sich Politik nur noch grenzwertig gestalten;
Antipathien können gefährden unsere Demokratie.
Reformen der gesetzlichen Sozialversicherungen,
dazu die Kosten für den notwendigen Klimaschutz,
um den (sozialen) Wohnungsbau wird gerungen,
und in öffentlichen Gebäuden fällt ab der Putz … .
Und wir gehören zu „Der Koalition der Willigen“,
die die Ukraine politisch unterstützt und finanziell,
das ermöglicht u. a. deren Kriegsfinanzierungen,
und nimmt weiterhin die USA in die Pflicht speziell.
Für die NATO fordert sie eine Selbstverpflichtung,
Europa müsse selbst mehr Verantwortung tragen,
in Form nachzuholender Ausgaben für Aufrüstung,
damit sie ihren strategischen Kurs kann einschlagen,
den Südpazifik zu priorisieren als Neu-Ausrichtung.

Was folgern lässt, vor uns steht eine lange Fastenzeit;
ein (hohes !) Wirtschaftswachstum bleibt die Hoffnung,
ist kurzfristig nicht zu erwarten, liegt in der Ferne weit.
Die Büchse ist gespannt; es gibt kaum mehr Schonung,
denn politische Gefahren klopfen schon aktiv an der Tür,
unsere Demokratie geschickt strategisch zu unterlaufen,
das alles schon vorgelebt – so mein ängstliches Gespür.
Die Zeit(en) lehrt(en) mir, wie Demokratien absaufen … .

Ich habe aber noch die metaphorische Hoffnung
auf das uns erhellende „Licht am Ende des Tunnels“ … .

Diese Alltagslyrik habe ich gedichtet während einer zweiten Hitzewelle Mitte Juli,
wofür ich im wahrsten Sinne des Wortes zusätzlich, nur noch spärlich bekleidet,
nachdenklich geschwitzt habe ... .
Die öffentlichen Medien berichteten wieder über eine überdurchschnittliche
Sterberate von vulnerablen Menschen insbesondere in Krankenhäusern,
Pflegeheimen, aber auch im privaten häuslichen Bereich.
Das löste in der Öffentlichkeit Diskussionen zu Klimaanpassungen aus,
die aber wegen der Kosten schon in der Vergangenheit verworfen wurden.
Da aber Hitzewellen, gerade auf dem Kontinent Europa, immer häufiger
und intensiver auftreten (werden) mit folglichen volkswirtschaftlichen Kosten,
die Haushaltsbugdets aber jetzt schon Sparzwängen unterliegen, die Jeder
zu spüren bekommt, birgt das auch Gefahren für die politische Stabilität.
Ernst Wetzel, Anmerkung zum Gedicht

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