Rosemarie Gudrun Ziegler
Preis der Liebe
Ich denke, dass es jeder weiß,
die Liebe fordert ihren Preis.
Jede Liebkosung, jeden Kuss,
bezahlt man bei der Liebe Schluss.
Die Liebe, sie wird uns geschenkt,
wenn man nicht ihren Wert bedenkt,
lebt man selbstsicher das Gefühl,
in dem man immer bleiben will.
Doch es wird ständig neu bewiesen,
die junge Liebe muss man gießen.
Wie zarte Pflänzchen braucht auch sie
tagtäglich neue Energie.
Verliert man darin die Geduld,
belädt man sich sehr schnell mit Schuld.
Ist man zu wenig aufmerksam,
fängt der Zerfall der Liebe an.
Ja, sie verkümmert verdammt schnell,
welkt wie ein Pflänzchen auf der Stell.
Man muss letztendlich dafür zahlen,
erleidet seelisch große Qualen.
Die Tränen und der tiefe Schmerz,
sie füllen leidvoll unser Herz,
wollen nicht gehen, nein, sie bleiben,
lassen sich nicht so leicht vertreiben.
Das Glück war leider nicht von Dauer,
erst hinterher ist man dann schlauer.
Fehler, die sorglos man begangen,
haben die Liebe weggefangen.
Verborgen in der Dunkelheit
bleibt sie, auch wenn man es bereut.
Unter der Last der Ungeduld
entstand ein großer Berg an Schuld.
Beharrlich jede Liebe pflegen,
tagtäglich neu, denn ihretwegen
genießt man ja ein großes Glück
und so behält man es im Blick.
Sonst muss man einen Preis bezahlen
in Form von fürchterlichen Qualen.
Das muss so überhaupt nicht sein,
bringt man stets sein Bemühen ein.
RGZ 10.5.25©
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.07.2026.
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