Günter Weschke

Liebesschmerzen

Es gibt ein Licht, das niemals stirbt,
auch wenn der Abend leise wirbt,
die Sonne sinkt, der Tag verweht,
und nur der Mond am Himmel steht.

Es gibt ein Herz, das weiter schlägt,
obwohl es manche Wunde trägt.
Denn wahre Liebe kennt die Zeit
nur als ein Wort der Ewigkeit

.Ich sehe noch dein sanftes Lachen,
es konnte selbst den Winter brechen.
Dein Blick war wie ein stiller Stern,
zugleich so nah und doch so fern.

Wir gingen Wege Hand in Hand,
durch fremdes Meer, durch fernes Land.
Der Wind erzählte leis' im Sand,
dass Glück kein Ende finden kann.

.Noch höre ich dein leises Wort,
es trägt mich immer wieder fort.
Kein Abschied nimmt, was Liebe gab;
sie steigt wie Morgentau empor.

Und wenn dereinst mein Tag vergeht,
der letzte Abend leise weht,
dann wünsche ich mir nur noch dies:
dass deine Hand die meine ließ

nicht los, aus Kälte oder Schmerz,
nur für den Weg von Herz zu Herz;
denn jenseits aller Erdenzeit
beginnt vielleicht Unendlichkeit.

Dann geh'n wir schweigend durch das Licht,
kein Leid mehr da, kein Abschied spricht.
Nur Liebe, die kein Ende kennt,
weil Gott sie selbst beim Namen nennt

.Und fragt man mich, was ewig sei,
so sage ich: Nicht Gold. Nicht Mai.
Es ist ein Herz, das treu geblieben –
und der unsterbliche Atem der Liebe

 

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