Rosemarie Gudrun Ziegler
Geschenkt
Wenn unser Leben wir gestalten,
nach uns`ren Vorstellungen verwalten,
sind wir gedanklich eingeengt
auf Dinge, die man uns aufdrängt.
Das Leben sei stets eine Pflicht,
dies zu vergessen, das geht nicht.
Von frühen Kindesbeinen an,
zieht uns dies Denken in den Bann.
Es gibt ein Muss in großer Menge,
das treibt das Kann in eine Enge,
so wird das Leben uns diktiert,
manche Entscheidung oktroyiert.
Das Leben wird bestimmt vom Lernen,
man darf sich nicht davon entfernen,
soll immer strebsam sein, nicht träumen,
sonst würde man sein Ziel versäumen.
So geht es fast das ganze Leben,
viel Freiraum ist uns nicht gegeben,
dass man ganz einfach daran denkt,
das Leben ist uns nur geschenkt.
Nichts von dem Allem was wir schaffen,
im Leben so zusammenraffen,
auch stolz noch unser Eigen nennen,
wir mit uns auf die Reise nehmen.
Denn diese letzte lange Reise
bestimmt auf eigne Art und Weise,
unser Gehen ist ein Solo-Akt,
wir gehen von der Welt fast nackt.
Mit nichts, außer dem Lebenswillen,
so sollte man sein Dasein füllen.
Das Leben spüren, nicht verwalten,
nicht an dem Hab und Gut festhalten.
RGZ 11.3.25©
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.08.2026.
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