Denis Valentin

Der Geisterpforte Wiegenlied

Es war mein letzter Neuanfang
Dem ich dies' Nacht begegnet
Sein Stimm' hat diesen scheuen Klang
Welch doch stets stolz entgegnet

Erst war's der Schritt der still entging
Ließ mich zurück gelähmet
Sagt' los des Schöpfers Ehering
Vertrauen brach. Beschämend

Auch Licht folgte der dunkel Nacht
Wie Schatten einem Schatten
Als sei des Schlosses obrig' Pracht
Nur untertan den Ratten

Schon bald klang aus der Welt Kapell'
Ihr epiphones Pfeifen
ging liebentsagt als schnell, als schnell
als ewigliche Schleifen

Schlussendlich warst's auch du, mein Wort
Ließt Schlösser mir erbauen
Hinauf mit dir! Sofort hinfort!
Sollst ehrfürcht'g niederschauen

Vergeh'n nun muss nur der Welten Rest!
Doch bleibe du mir, mein Klag'lied!
Schwärze, folg' auch du dem Lichte!
Mach Platz, oh Wille, dem Abschied!
Scheid' stille, des Unentstellten Pest!
Allwelt, kehr du Heim, zum Nichte!

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Nicht ohne Leoni von Heiger Ostertag



Ein Tag im Februar des Jahres 2006. Der EDV- Fachmann Klaus Gruschki kann kaum ausdrücken, was er empfindet, als er seine neugeborene Tochter Leoni im Arm hält. Seine Frau Michaela und er sind die glücklichsten Menschen der kleinen, süddeutschen Provinzstadt und voller Vertrauen in die gemeinsame Zukunft. Doch die Beziehung und das Glück zerbrechen. Auf einmal ist Klaus allein und Michaela mit Leoni verschwunden. Erst nach langer Suche und mit großen Mühen gelingt es dem Vater, Mutter und Kind wieder zu finden und den Kontakt zu Leoni neu herzustellen. Dann entzieht ein bürokratischer Akt dem Vater die gemeinsame Sorge fürs Kind. Gruschki weiß sich nicht anders zu helfen, als seinerseits mit der Tochter heimlich unterzutauchen. Nach einer dramatischen Flucht wird er in Österreich verhaftet und Leoni ihm gewaltsam entrissen. Er kommt in Haft und wird als Kindesentführer stigmatisiert. Doch Klaus Gruschki gibt den Kampf um sein Kind und um Michaela nicht auf …

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