Günter Weschke
Meine Stadt am Meer
ch geh’ verträumt durch meine Stadt,
sie liegt so friedlich nah am Meer,
und alles, was sie zu bieten hat,
zieht mich zu ihr – immer wieder her.
Der weiße Strand, der feuchte Sand,
die Muscheln, die der Wellenschlag
behutsam trägt an seinen Rand,
als wären sie ein Gruß vom Tag.
Am Himmel zieh’n die Möwen weit,
der Wind singt leis übers Meer,
und plötzlich wird die Welt so weit –
mein Herz, es sehnt sich jetzt nach Mehr.
Ein Schiff wird kommen, so klingt ein Lied,
das weite Meer, es läd uns ein.
Mein Herz geht auf die Reise wieder,
träumt sich hinaus, so soll es sein
.
Heute geht es nach Rio de Janeiro,
morgen vielleicht nach Hawaii,
übermorgen schon nach Tokio –
mein Herz ist überall dabei.
Denn Reisen muss nicht immer sein,
man braucht nicht Schiff und Flugzeug nur;
ein Traum trägt uns ins Weite hinein,
ganz ohne Fahrplan und ohne Spur.
So steh’ ich wieder am Hafen hier,
wo Schiffe kommen und Schiffe geh’n,
wo Salz und Teer in der Luft mich führ’n
und Fernweh in meinen Augen steh’n.
Meine Stadt am blauen Meer,
du hast mir viele Träume geschenkt.
Ich liebe deine Schiffe, deinen Hafen,
weil mein Herz mit dir verbunden denkt.
Und wenn die Abendsonne sinkt
und golden überm Wasser steht,
weiß ich, wohin mein Herz mich bringt,
wenn es auf seine Reise geht.
Meine Stadt am Meer – du bist mein Glück,
mein Hafen, du mein kleines Reich.
Ich gehe fort und kehre zurück,
denn keine Stadt kommt meiner gleich.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.08.2026.
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