Chandrika Wolkenstein
Morgen ist ein wehrloses Wort
Die Uhrhämmert Zeit
unter seine Haut.
Draußen
flackert Lachen
über die Scheibe.
Drinnen
schleppt sich der Atem
von Rippe zu Rippe.
Zwischen Bett und Bad
liegt ein Land
ohne Brücken.
Die Zahnbürste wartet.
Das Wasser wartet.
Der Abend sinkt
ungewaschen
in die Kissen.
Bis zum Lichtschalter
sind es drei Schritte.
Heute
bleiben sie
auf dem Boden
liegen.
Morgen
flüstert er.
Morgen.
Die Uhr zerhackt
das Wort
in Sekunden.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.08.2026.
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