Rosemarie Gudrun Ziegler

Frühling

 

Sonne will die Welt erwecken,

rüttelt sanft sie aus dem Schlaf,

zieht des Winters weiße Decken

langsam fort mit warmer Kraft.

 

Himmelsbläue kehrt nun wieder,

Luft nach frischer Erde schmeckt,

aller Bäume Astgefieder

wird mit zartem Grün bedeckt.

 

Die ersten Knospen brechen leis,

durch das Erdreich nun mit Macht,

wo noch vor kurzem Schnee und Eis,

leuchtet ihre Blütenpracht.

 

Tosend stürzt der Fluss zu Tal,

gestern noch ein Bächlein klein,

reißt er nun mit einem Mal

mit sich Sträucher und Gestein.

 

Singvögel sieht man überall,

fliehen aus dem finsteren Wald,

wärmen sich im Sonnenstrahl,

trällern, dass es weithin schallt.

 

RGZ 2007©

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„Krachen, Scheppern und dann gewaltiger Lärm, als ein schwerer Gegenstand an die Wand geworfen wurde. Oh verdammt, die Verrückte spielte drüben in der Küche schon wieder ihr absolutes Lieblingsspiel – Geister vertreiben. Gleich würde sie hierher ins Wohnzimmer stürzen, wo ich versuchte, in Ruhe meine Hausaufgaben zu machen. Und dann würde sie mir wieder lang und breit erklären, welches Gespenst gerade versucht hatte, durch die Wand zu gehen und sie anzugreifen. Ich hasste sie! Ich hasste dieses Weib aus ganzem Herzen!“ Die 13-jährige Eva lebt in einer nach außen hin heilen, kleinbürgerlichen Familie. Hinter der geschlossenen Tür herrscht Tag für Tag eine Hölle aus psychischer und physischer Gewalt durch die psychopathische Mutter und den egomanischen Vater. Verzweifelt versucht sie, sich daraus zu befreien. Vergebens - bis ihr ein altes Buch in die Hände fällt. Als letzten Ausweg beschwört sie daraus einen Teufel. Er bietet ihr seine Hilfe an. Aber sein Preis ist hoch...

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