Dietrich Pietsch
Kein Ufer mehr
Dein Atem erreicht mich
wie ein erster Tropfen,
lange bevor der Regen fällt.
Ich halte still, lausche dem Versprechen,
spüre, wie die Luft vibriert.
Deine Hand wartet,
ruhig wie Wasser vor dem Sturm –
ich spüre es,
lange bevor die erste Welle kommt.
Sie kommt sanft:
zuerst ein Zittern,
dann ein Sog,
der tiefer zieht.
Ein Fließen –
Dein Atem wird zur Strömung,
die mich trägt,
im Takt der Wellen –
ein tiefes Untertauchen.
Wir brauchen keine Worte mehr,
nur die Stille, die uns hält,
uferlos und frei.
©dietrichpietsch – 07/2026
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.08.2026.
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