Christina Gerlach-Schweitzer

Die DDR nach dem Krieg und Sachsen heute

Als 1939 der zweiten Weltkrieg begann
fing er mit dem Überfall Deutschlands auf Polen an.

Die deutschen Nazis begingen Verbrechen,
die die faschistische Sprache sprechen.
Holocaust, Behinderte Randgruppen vernichtet,
Gegner in Gefängnissen hingerichtet.

Gegen Kriegsende als im Osten Vertreibung und Hunger begann
als Gewalt und Tod und Front näher kam,

flohen 14 Millionen Deutsche aus Südosteuropa, Pommern und Schlesien raus
und auch in Ostpreußen verloren sie Heimat und Haus.
Die UDSSR nahm Polen östliches Grenzland ab,
wofür man Polen im Tausch deutsche Ostländer gab.

Oder und Neiße wurden die Grenzflüsse Westpolens nun.
Diesseits bekam man’s mit russischer Besatzung zu tun.

Die gab am 7.Oktober 1949 feierlich bekannt:
Die SBZ wird jetzt in DDR umbenannt.

19 Millionen Menschen wohnten in der DDR dann zusammen,
von denen 4,5 Millionen deutsche Geflüchtete aus Ostländern stammen.

Über die Vertriebene aus dem Osten – das ist belegt,
wurde staatlicherseits der Mantel des Schweigens gelegt.
Die Staatsführung mit dem Wahrheitsmonopol
unterdrückte die Geschichte der Ost-Flüchtlinge wohl.
Man wollt’ den Großen Bruder nicht ärgerlich machen,
der wollt’ zur Fluchtursache kein Nachdenken entfachen.
Flucht-Geschichten wurden privat nur erzählt:
Wie sehr man durch Krieg und die Vertreibung gequält.
Vorgeschrieben war, was man zum Krieg zu erzählen hatte,
denn zur Staatsdoktrin gabs in der DDR keine Debatte:
Schuld am Krieg seien Junker und Monopolherren gewesen.
Das waren die faschistischen Nazis – sagten ihre Staatsthesen.
Nach Kriegsende wären die im kapitalistischen Westen geblieben
wo sie jetztihr Unwesenweiter  trieben.

Diese marxistisch -leninistische Geschichte war der Glaubenszwang
mit der die Unterdrückung der historischen Wahrheit im Osten gelang.
In der antifaschistische Staatslegende wurde gesagt
im Osten hätten Sowjetsoldaten und Arbeiter gemeinsam die Nazis verjagt.
Ihre Ideologie erhob die deutschen Arbeiter der SED-Republik
zum Waffensieger über Faschismus und Krieg.
Durch geeinten Antifaschismus sei Deutschland errettet worden:
Die DDR sei jetzt völlig befreit von Nazihorden.

Doch lebten viele Nazis in der DDR weiter,
in Verwaltung, Forschung, Justiz, Polizei und als Kreisleiter.

Von 6000 SED- Funktionären in den frühen fünfziger Jahren
glaubt man, dass davon 1000 ehemalige Nazis waren.
Verheimlicht und in Ruhe gelassen
konnte sie der Staat bei Bedarf erpressen und chassen.

In der DDR trat Wirtschaft hinter das Primat der Politik zurück.
Wirtschaft war bloß  Instrument  der totalitäre Politik,

Damals hat die UdSSR Industrieanlagen der DDR demontiert,
das wurde als Reparationsleistung deklariert.
Mit Parolen wie: "Junkerland in Bauernhand"
griff sich der Staat mehr als 3 Millionen Hektar Land.
Es wurden viele kleine Neubauernhöfe etabliert
und kurze Zeit später wegen Unwirtschaftlichkeit wieder kassiert.
1951 wurde Planwirtschaft mit Fünfjahresplänen eingeführt
und Landwirtschaft als LPG’s kollektiviert.
Großbetriebe wurden VEB’s , Banken verstaatlicht,
jubeln für SED Aktionen wurde zur Bürgerpflicht
Staatseigentum wurde so zusammengeklaubt,
und der Bürger zwangskollektiviert seines Eigentumes beraubt.
Individuelle Grundrechte waren einerlei,
das Prinzips war immer der Machterhalt der Partei.
Pflichtloyalität wurd’ in die Köpfe verwaltet,
die Öffentlichkeit wurde gleichgeschaltet.
Die Gleichschaltung der Medien, Presse. Rundfunk und von Verlagen,
auch die Kontrolle von Vereinen, Verbänden und Betrieben war zu beklagen.
Und natürlich die Ausschaltung jeder politischen Opposition:
Staatkritik gab Gefängnis, ohne viel Diskussion.
Schul-Lehrpläne wurden ideologisch vorgeschrieben,
der Staat war vorschriftsmäßig zu lieben.
Bildung, Denken und jede Lebenskultur.
wurden beeinlusst durch Staats-Zensur.
Der Eingriff des DDR-Staats in die Rechtordnung sah dann so aus:

Gegen die Justiz nahm er sich einfach Weisungsbefugnis heraus
Natürlich gab ’ s da noch viel Repression mehr.
Doch heute verklärt mancher die DDR.

Wer glorifiziert  heute solch ein Geschehen?
– Der hat  damals bestimmt kein Verhörgefängnis von innen gesehen.

An welches heutige Parteiprogramm erinnert das nur?
Wer dreht sie zurück die staatsdiktatorische Uhr?

In der Demokratie wird niemand der Mund verboten,
drum jetzt feiern rechtsextreme! Chaoten
die "antifaschistische" DDR als Vorbilddiktatur.
Freiwillig drehen sie rückwärts – die Freiheitsuhr.
Wie kann eine solcher Populismus verfangen?
Sind da die alten Faschisten noch nicht zugrunde gegangen?

Was rechten und linken totalitären Systemen gemeinsam ist:
dass der Bürger der Fußabtreter der Staatsmächtigen ist.
Hat man gerade im Osten davon noch immer nicht genug  erlebt,
dass man dort heute Totalitarismus durch Wahlen erstrebt?
Haben 40% nicht aus aus der Geschichte gelernt?
Wurde Verantwortungsbewusstsein einfach entfernt

auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, 

– wo bis zu 350.000 politische Häftlinge in den Gefängnissen saßen
durch die Stasi hintergangen, ihr trockenes Brot im Dunkeln aßen?
Da wird vielleicht bald ’ne Partei gewählt,
d
eren Programm von düsterster, menschenfeindlicher Zukunft erzählt.
Es freut den großen Bruder, wie ihr ja wisst
je größer in Deutschland Hass, Spaltung und Misstrauen ist.
Vielleicht wär es besser die DDR-Geschichte aufzuarbeiten
als ständig– wie früher – Misstrauen gegen den Westen zu leiten.

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