Charles G. Dannecker
Die Frau auf der Bank
Die Gedanken aufgebraucht
wie die leere Colaflasche –
nichts bleibt,
was den Durst noch stillen könnte.
Die Sonne im Gesicht,
dein einziger Freund.
Sie fragt nicht,
sie urteilt nicht,
sie wärmt nur.
Die Welt geht vorbei
in Eile, im Lärm,
und du sitzt still
mitten im Strom
aus Tun und Müssen.
Nur die Bank trägt
deine Last.
Sie kennt dein Schweigen,
deine Nächte,
deine kleinen Zusammenbrüche.
Hier, zwischen Holz
und Schatten,
hält dich etwas aus,
das nichts von dir verlangt.
Heute genügt es,
dass du noch da bist.
© 08-2026 Charles G. Dannecker

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.08.2026.
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