Emil Rudolf Bopp
Heimatdorf
Die alten Straßen fremd vertraut
die Häuser, teils in neuer Haut
der Staub am Wegrand ist noch gleich
die Wiesen, Bäume und der Teich
und doch ist alles anders nun
Bekannte, Freunde sind verschwunden
da, wo sich einst der Bach gewunden
sind Mauern heute, grauer Stein
am Dorfplatz kein Zusammensein
denn jeder hat so viel zu tun
Trotzdem dringt noch aus allen Ritzen
die Jugend und ihr Augenblitzen
zugleich mit der Vergänglichkeit
mit Abschied und dem Zahn der Zeit
die Runzeln aufs Gedenken legen
Das Wiederseh’n bereitet Freude
und mischt sich doch mit Wehmut heute
denn durch die Heimkehr schimmert schon
das Wissen, dass du ein verlor’ner Sohn
der zu Besuch nur geht auf diesen Wegen
© Emil Rudolf Bopp
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.08.2026.
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