Chandrika Wolkenstein
Hohlraum
Ausgehöhlt vom Hunger des Lebenstragen wir unsere Körper
wie verlassene Häuser.
In den Fenstern
flackert noch Licht,
ein Rest von Gestern,
Trotz gegen die Dunkelheit.
Wir haben gelernt,
uns mit Tagen zu füllen,
mit Arbeit, Stimmen,
dem blauen Atem der Bildschirme.
Doch nachts
hört man in uns
das leise Pochen der Sehnsucht.
Vielleicht sind wir nicht leer.
Vielleicht ist dieser Raum
nur die Stelle,
an der etwas anklopfen kann.Vorheriger TitelNächster Titel
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 31.08.2026.
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