Dass Hitler das am 1. September gesagt hat, wusste ich nicht, Franz... Das ist wohl nur noch den Älteren bekannt. Ein sehr gutes Gedicht!
LG von Nina
Nina Bade01.09.2026
Lieber Franz,
vor vielen Jahren lief im Fernsehen die Dokuserie "August 39". Die hat mein Bild von der Nazidiktatur sehr geprägt.
Alles Liebe,
Patrick
readysteadypaddy01.09.2026
Ein nachdenklich machender Text von dir lieber Franz und ich stimme Nina zu, die wenigsten werden sich nurmehr dabei an die furchtbaren historischen Ereignisse erinnern.
Liebe Grüße
Uschi
Ursula Rischanek01.09.2026
...Francesco, Putin hat zurecht Angst um sein Leben. Dies zu verhindern, sind Eskalationen von ihm nicht ausgeschlossen. Dennoch sollten Medien die Angst vor einem 3. Weltkrieg nicht schüren.
Er wird die Nato nicht angreifen, davon bin ich überzeugt. Einseitige Berichterstattung ist immer falsch.
Die Aussage Amerika first, war der Ausschlag für das ganze Dilemma.
Nie wieder Krieg ist die Devise.
LG Bertolucci.
freude01.09.2026
Lieber Franz,
erlaube mir an dieser Stelle eine kleine historische Ergänzung - einen Zusammenhang, der heute leicht aus dem Blick geraten kann:
Die Darstellung, Deutschland habe lediglich auf einen polnischen Angriff reagiert, war eine propagandistische Falschdarstellung. Der deutsche Angriff auf Polen hatte bereits begonnen; der inszenierte Überfall auf den Sender Gleiwitz am Vorabend diente unter anderem dazu, diesen Angriff propagandistisch als Verteidigung erscheinen zu lassen.
Ich finde es gut und wichtig, dass du gerade an diesem historischen Tag an dieses Ereignis erinnerst - Geschichte verliert ihre Bedeutung nicht dadurch, dass sie lange zurückliegt.
Liebe Grüße
Dietrich
Dietrich0701.09.2026
Lieber Franz die Erwähnung des Massenmörders hat eigentlich in deinem guten September Begrüßungsgedicht nichts zu suchen. Dazu ist sie wenig informierend. Der anhaltende Krieg in der Ukraine, und weitere Konflikte wie im Sudan dauern unvermindert an und prägen die aktuelle weltpolitische Lage. Es ist eigentlich schade, dass unsere Welt seit Menschengedenken immer wieder auf Kriege basiert. Selbst der Papst, als Anwalt des Friedens in seinen Sonntagsreden ändert hieran genau so wenig wie ein “verzweifelnder Weihnachtsdichter!“
Mit frdl. GR; Karl-Heinz
Musilump2301.09.2026
Hallo Franz,
es muss damals eine furchtbare Zeit gewesen auch für junge Männer. Mein Vater, Jahrgang 1916 war beim Polenfeldzug mit dabei. Seine Erinnerungen habe ich in meinen Friedenzyklus mit den Titel Wiederkehr verarbeitet. Hier ist das Gedicht:
Wiederkehr
Er war ein Schreiner,
wie schon der Vater vor ihm.
Der Duft von Fichtenholz
gehörte zu seinen Händen,
lange bevor Pulver
und Rauch sie zeichneten.
Die Werkbank war seine Welt,
nicht das Gewehr.
Ein Hobel sprach leiser
als jeder Befehl,
und aus einem Brett
entstand mehr Zukunft
als aus allen Parolen.
Dann kamen Arbeitsdienst,
Musterung
und Regensburg.
Dort lernte er einen Freund kennen,
einen Bauernsohn aus Kelheim.
Sie ahnten nicht,
dass ihre Wege
bis nach Polen
und tief nach Russland führen würden.
Von Warschau
erzählte er nur einen Satz:
Man müsse sich schämen,
wenn ein Offizier
Wohnungen plünderte,
als gehöre ihm
das Leben der anderen.
Sein Freund
kam einmal
auf Heimaturlaub.
Als er zurückkehrte,
hieß es,
er habe
den eigenen Hof
angezündet.
Mein Vater
glaubte es nie.
Man schickte ihn
dorthin,
wo der Krieg
am wenigsten
Menschen verschonte.
Er sagte später nur:
„Sie machten ihn
zum Kanonenfutter.“
Er kam
nicht mehr zurück.
Später erzählte mein Vater
von einem kleinen Dorf
in Russland.
Keine Soldaten.
Nur alte Menschen.
Frauen.
Kinder.
Er schickte sie fort,
hinauf in den Wald,
bevor andere kamen.
Vielleicht rettete er ihnen
das Leben.
Dann traf ihn
ein Schuss
in den Magen.
Breslau.
Krankenhaus.
Kurz danach
fielen Bomben
auf die Stadt.
Er hatte sie
bereits verlassen.
Viele Jahre
sprach er kaum
über den Krieg.
Doch als er alt wurde,
kehrten die Erinnerungen
immer häufiger zurück.
Er erzählte
vom Freund aus Kelheim.
Von Warschau.
Von Russland.
Und von einem jüdischen Arzt
aus Münchberg.
„Ein hervorragender Arzt“,
sagte er.
„Er kam nach dem Krieg zurück
und wurde Chefarzt.“
Dann wurde es still.
Ich glaube,
nicht das Schweigen
war seine Erinnerung.
Sondern die Menschen,
die ihm
ein Leben lang
nicht aus dem Herzen gingen.
max.voedisch@freenet.de01.09.2026
Hoffentlich spricht die nicht bald wieder einer,
der sich übernimmt und Angst und Schrecken
mit überspielter Sorglosigkeit in Kauf nimmt...
Liebe Abendgrüße aus Hessen - Renate
Renate Tank01.09.2026
Ja, lieber Franz, heute ist ein bedeutungsvoller und trauriger Tag, den man besser nicht vergessen sollte. Allerdings war dieser markante Uhrzeit-Ausspruch nur eine Inzenierungs-Taktik. Es sollte mit dieser Zeit vorgetäuscht werden, dass sich Deutschland jetzt verteidigen m u s s, was auch schon das Wort " zurückgeschossen" aussagt. In Wirklichkeit eröffnete die Wehrmacht schon eine Stunde früher, und zwar vom Schiff aus, das Feuer auf das Munitionslager in Danzig. Später dann noch auf eine polnische Kleinstadt. Diese Wehrmachts-Planung kostete dann vielen Menschen das Leben. Wir können nur hoffen, dass wir nicht wieder in so Dilemma hineingeraten. :((((. Nachdenkliche Grüße sind zu Dir auf dem Weg, Helga
Helga Grote01.09.2026