Tatjana Bernhardt
Der Wind
Wind kann weich und stürmisch sein,hat viele Seiten und viele Stimmen.
Kann prickelnd riechen wie ein schöner Wein,
lässt Wolken tanzen am blauen Himmel.
Wind lässt die Bäume rauschen und singen,
die Blätter rascheln ihr wildes Lied.
Er lässt die Äste knacken und sich zu Erde biegen,
plötzlich verschwindet er im Wald wie ein verscheuchter Dieb.
Der Wind lässt die Wellen springen und schäumen,
zu Wellenkronen wachsen sie dann.
Von Meeresfesten Wellen jetzt träumen,
dann brechen sie ein und verlieren den Kampf.
Wind macht die Segeln groß und breit,
schaukelt hin und her die Bote auf dem Meer.
Baut sich mächtig auf - dann wird er plötzlich sanft und gescheit.
Kraft einsetzen mag er sehr.
Wind sucht das Weite, braucht die Luft.
Er braucht Bewegung, braucht das Leben.
Kann kindlich lieb sein oder zuschlagen mit der vollen Wucht.
Alles vernichten oder was schönes geben.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.10.2026.
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