Marika Thommen
Das Labyrinth
Lange dunkle Gänge.
Ein Labyrinth.
Labyrinth der Verzweiflung,
falscher Hoffnung.
Hab mich verirrt.
Falsche Wege eingeschlagen.
Führen mich tiefer,
in die traurige Dunkelheit.
Finde nicht den rechten Weg.
Bin allein.
Begegne keinem.
Wo geht es zum Licht?
Zur Sonne?
Zur wärmenden Sonne.
Ich vermisse sie, die Wärme.
Wärme der Gefühle,
der Geborgenheit.
Möchte lieben.
Richtig lieben.
Laufe gegen Mauern,
in meinem Labyrinth.
Mauern, riesig, bedrohend.
Sehe ab und zu einen Lichtblick,
der doch schnell verlischt.
Ab und zu nur,
ein leichtes Flackern,
das mir den Weg zeigt.
Den Weg zum Ich.
Zum Leben.
Zum Licht.
Zur ersehnten Wärme.
Erneutes Licht.
Das Licht wird stärker.
Ich greife zu.
Ich muss.
Meine Chance.
Ich hab sie,
die helfende Hand.
Ich klammer mich daran fest.
Lasse nie wieder los.
Du bist es.
Du führst mich ans Licht.
Raus aus dem Labyrinth.
Halt mich fest.
Zeige mir den richtigen Weg.
Zusammen finden wir ihn.
Du bist meine Wärme.
Meine Geborgenheit.
Liebe.
Zukunft.
Vertrauen zueinander.
Hilfe.
Gegenseitig.
Wir schaffen es.
Kann das Licht schon sehen,
die Wärme fühlen.
Wir haben das Labyrinth verlassen.
Übersehbare Wege liegen vor uns.
Nie möchte ich zurück,
ins Labyrinth.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.11.2004.
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