Chris Schlolaut

weihnachtsrealitäten …

im klartext…

im normalen miteinander gibt es ne menge zoff
leute beharken sich bis aufs blut und ohne hoff
nung auf beendigung von ihrem streit
ist leider keiner zu erstem step bereit
*
der auslöser für den nachbarschaftlichen mist
natürlich wie in meisten fällen ein banaler ist
einer von ihnen hat diesen fimmel kellerlicht
und der andere akzeptierte das einfach nicht
anstatt für klärung zu sorgen gleich und hier
oder inner kneipe bei einem kurzen mit bier
flogen sofort böse worte durch diesen keller
immer verletzender und vehement schneller
doch vor dem einsatz der ersten fausthiebe
machte der körperlich schwächere die biege
fortan schwelte der hausfrieden durch beide
worunter natürlich jeder mitbewohner leide
seitdem war knatsch und weg die harmonie
in dem sechs parteienhaus der wohnkolonie
er hatte sich im knatsch sogar bereit erklärt
zur kooperative mit meyer`s oben weil’s gärt
zwischen ihm und seinem kontrahenten auch
macht sich den lehrsatz zu eigen weil er meint
der feind meines feindes ist somit mein freund

obwohl beide ansonsten nie in die kirche gehn
sieht man sie weihnachts in der schlange stehn
bei nassem wetter zu bester fernsehzeit
und für begegnungen mit gegner bereit
beim gemeinsamen sich durchs portale
schieben und no geplant mit einem male
ein gespräch beginnend ganz unversehen
obwohl sie doch täglich vereint eingehen
durchs mietlich wohnen im gleichen haus
so bleiben aufeinander treffen eh nicht aus
doch bei diesem sich über den wege laufen
wollten sie ihre vernunft endlich brauchen
konnten gleich für ne`echte lösung sorgen
und`s nicht mehr verschieben auf morgen

überall zurzeit nur friede - freude - eierkuchen
die menschen stürmen die läden und sie suchen
nicht nur geschenke für die lieben daheim
sie kaufen auch präsente und packen`s ein
für die welche man nur 1 x sieht zum jahresfest
weil diese treffen dann echt reichen für den rest
der folge monate und man hat wissentlich schon
damit bewiesen dass man nicht sitzt auf`em thron
sondern edelmut zeigt und toleranz wie auch güte
und die beteiligten wundern sich dass keiner wüte
wie es sonst üblich wäre bei unverhofftem date
bei dem`s verbürgt no friedlich von statten geht

auch dem sohne wunsch wird rechnung getragen
darf über die feiertage auch seinen wagen fahren
und die tochter kann bei der freundin übernachten
daneben fraulich gedanken seit wochen schmachten
nach einem wellnesstrip mit freundin von drei tagen
wie könnte er all diesen wünschen jetzt noch entsagen

er hatte ihr in all den jahren diese bitte immer abgeschlagen
genauso wie vergangenheitlich das fahren mit seinem wagen
und für das outside sleeping war das mädel noch nicht so weit
seine sippe mit wünschen musste warten bis zur heutigen zeit
schließlich war doch jetzt die weihnachtszeit voller frieden
und er wollte zumindest jetzt was positives für seine lieben

kinder dürfen plötzlich toben und länger aufbleiben
bleiben ungerügt wenn sie jetzt ne fünfe schreiben
erwachsene grüssen sich plötzlich auch gegenseitig
machen sich auch nicht mehr den parkplatz streitig
sind allseits mehr als höflich und ausgesprochen nett
achten speziell auf die kleidung und versuchen so wett
zumachen den unbill der zurückliegenden zeitenräume
dabei ist ihr handeln nur eine flucht in falsche träume

verlorene zuneigung wird oft wie bei ihm in dieser zeit
stets neu erkauft durch teure präsente die er hält bereit
achtung will er erwerben durch neue versprechen
mit heiliger zusage sie auf keinen fall zu brechen
übertriebne freundlichkeit soll verständnis zeigen
in diesen zeiten des christlichen weihnachts reigen

im grunde also eine falsche moral und sogar verlogen
weil sich sehr viele nur für`n paar tage haben verbogen
auch die aussagen übers fest sind wirklich sehr konträr
hoffentlich bald weihnachten - wenn es nur zu ende wär
muss diese festtage jetzt auch schnellstens vergessen
zuviel des trinken und schlemmens wie zulang gesessen
*
es wird gemeinsam gesungen und viele augen werden nass
teilweise aus freude und rührung wie leider auch aus hass
und in den gazetten wird es hernach wieder beschrieben
wie oft polizei streitereien musste schlichten unter lieben
menschen die sich in friedvoller zeit zofften bis aufs blut
auch eine kehrseite der medaille und wahrlich nicht gut
wie enttäuschte gesichter nach dem geschenke auspacken
weil’s nicht erhoffte war - zu wenig - andre mehr einsacken

viele weinen bestimmt auch wegen des nun warmen essen
es gibt nicht wenige die von der gesellschaft sind vergessen
erhalten warme kleidung und müssen endlich nicht friere
man zeigt mitgefühl und behandelt sie nicht so wie tiere
menschlichkeit ist nicht die stärke des menschen wesen
das kann man leider auch nur allzu oft in büchern lesen

vielleicht passiert ja wieder ein wunder und wir werden munter
wenn ein engel mit dem evangelium kommt vom himmel runter
oder wir erleben wie schon mal vor langer zeit im zwei 0-en jahr
die nachkommen der herren von caspar - melchior - balthasar
doch da es heute bestimmt noch nicht passiert wie beschrieben
werden wir uns heute abend vorab mit dem christkind begnügen
begründet wünsche ich euch allen zu diesem feste
dass sich eure wünsche erfüllen und nur das beste
und zu den tönen von orgel oder geigen
im scheine der kerzen auf den zweigen
möge ein jeder zufrieden sein mit sich
das ist heutge chris(t) botschaft an dich


© by c. schlolaut • dec, 2004

***

der sinn des festes sollte nicht ermessen werden was man bekommt-sondern wie man es sieht...
frohes fest euch allen.......
Chris Schlolaut, Anmerkung zum Gedicht

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