Manfred H. Freude

Wir alle von dem anderen Glauben

Wir alle von dem andern Glauben
können nicht zurückschlagen
Wissen. Nicht mehr hörend
Diese Gedärme, diese Blutströme
in mörderischen Träumen
ruhend, in uns. Hinein sehend
Unverdauliches – Nicht –
mickrig und riecht dazu

Wir alle von dem andern Glauben
können nicht zurückschlagen
Dienend verschiedene Wörter
(Duftmoleküle) im Reflex
unverarbeitbar im orientierungslosen Fall
aber ich, ein leeres Herz
Richtet sich die Welt nach meinen Worten
kein Geld, nur meine Seelenruhe
dieselben Sklaven im Nachkriegsrom
mit aller Macht

Wir alle von dem andern Glauben
können nicht zurückschlagen
dem Natürlichen und künstlichen
gut und böse, dumm und gemacht
sinkend, rutschend unverarbeitbar
wie in den 60er Jahren, Bilder herstellend
Inszenieren zum kompromittieren
Den Machtpraktiken zusehen

Wir alle von dem anderen Glauben
können nicht zurückschlagen







Aachen, 2004-11-22
*************************** Autoreninfo ***************************
Manfred H. Freude *1948 in Aachen

Lyrik, Philosophisches, Escapistenlyrik, Allgemein, Nachdenkliches
© 2004 MANFRED H. FREUDE


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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.01.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Buch von Manfred H. Freude:

cover

FREUDE - Das dichterische Werk 2002 - 2006. Freude beim Lesen von Manfred H. Freude



Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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