Stergios Stavropoulos

Das verschollene Grab des Archimedes

Damals, Anno fünfundsiebzig,
vor Christus, das versteht sich,
ging ein mutiger Mann bekannt,
mit dem Namen Cicero benannt
auf der Insel namst Sizilien,
etwas drunter von Italien,
ganz genau in Syracus,
überall viel Meer, kein Fluss,
das Grab eines großen Griechen suchen,
sich zu bilden, nicht zu fluchen.

Die Bewohner: keine Hilfe,
ohne Nutzen doch Berichte
gab es ähnlich wie Legenden
wo denn nun zu Grab getragen
sei das mathematische Genie;
keine Antwort, eine Frage,
vielleicht findet´s niemand nie.

Plötzlich, hinter Dornenbüschen,
hinter Dickicht und Gestrüpp,
versteckt in jenen Rosenbüschen
fand man das wonach gesucht!
Unter tausend Gräbern nun,
bei den Agrigent´schen Toren
ließ er es nicht drauf beruhn
sich zum Finder zu erkoren.

Auf dem Grabe eingraviert
der Zylinder, Kugel, Säule,
keine Vögel, keine Eule,
und der gute Mann bekannt,
erneut Cicero genannt,
schickte Menschen, Mann und Frau
mit den Sicheln groß und grau
in die Büsche um zu stutzen
und dem Grabe Luft zu geben,
wieder an das Licht zu heben.

“Jenes hat ich lang gesucht!“,
sagte er nun leicht betucht
“und nun wisst ihr auch für immer,
ihr Syracusischen Bewohner,
wo ein Genius sich findet,
wo der tote Archimedes,
Mathematiker und Physikus,
für immer einen Frieden bindet.“

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