Robert Franke
Blinde Wahrheit
Das Meer ist unergründlich, geheimnisvoll und weit.
Auf seiner Haut, dort spiegelt sich scharf das Sonnenlicht,
das wundervoll und seltsam an hohen Wellen bricht.
So staun ich reich geblendet, verlustig aller Zeit!
Die Wasser spielen schäumend, sie locken mich mit Gicht,
doch ich seh nun den Himmel verspür Gelassenheit.
Die Fluten werden reißend, doch bin ich bar von Leid,
denn wer die Wahrheit findet, den schert die Ströhmung nicht!
Als ich sehnend falle, darauf Wasser mich umfließen,
spotte ich still denen, welche nie zur Wahrheit stießen.
Ich bin nämlich niemand, welcher Recht mit Lüge schändet!
Meine Lider bleiben offen bis das Wunder endet.
Auch wenn mir die Augen schmerzen, mich die Sonne blendet,
denn der Blinde resigniert, wenn wir die Augen schließen!
(10.01.2004)
Vorheriger TitelNächster TitelDas Gedicht ist gleichzeitig ein Experiment totaler Komposition wie auch ein verzweifelter Versuch, meinen eigenen Aphorismus "Der Blinde resigniert, wenn wir die Augen schließen" in einen Gedicht "unterzubringen"! ;)
Man beachtet den Wechsel des Metrums in den Dreizeilern des Sonetts. Liest sich dadurch komisch, weil man schneller lesen muss, als vorher. Ist aber beabsichtlicht!Robert Franke, Anmerkung zum Gedicht
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.01.2005.
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