Robert Franke

Scheiße!

Gestern, an dem schönen Abend, saß ich armer Trottel darbend
statt in meinem weichen Bett, auf dem Familien-Plupsklosett,
denn es war der fiese Drang, der mich schließlich dazu zwang,
mein streikendes Gemächt zu senken und übers Leben nachzudenken,
viel gabs nicht zum denken geben, war ja schließlich nur mein Leben,
als mich der Impuls dann packte und ich in die Schüssel kackte,
dachte ich in meinem Schweiße, ist dein ganzes Leben scheiße,
doch als ich Erlösung fühlte und die Scheiße runterspülte,
dachte ich recht froh bei mir, wenigstens sitzt du noch hier,
denn auch wenn es mich interessierte, was dann kurz darauf passierte,
mit der Scheiße, Kot und Harn, ich hab es niemals mehr erfahrn,
da fällt vom Herzen mir ein Stein, nach dem Gang noch hier zu sein,
so endet diese Scheiß-Geschichte, welche ich dir hier berichte,
ohne Sinn und auch Moral, aber das ist mir egal.

(18.08.2003)

Kommt Leute! Seid ehrlich zu euch selbst! Das Leben ist nun mal scheiße, da fand ich, man sollte diesem grundlegenden, philosophischen Thema ein graziles Poem widmen, denn die Scheiße ist in unserer heutigen, angeblich modernen Gesellschaft immer noch ein Tabu-Thema!
Ich bekenne mich hiermit zur Scheiße! (Wer mein Zeug liegt, wird genau dieses Wort im Kopf haben...)
Robert Franke, Anmerkung zum Gedicht

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Robert Franke).
Der Beitrag wurde von Robert Franke auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.02.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Der Autor:

  Robert Franke als Lieblingsautor markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Das wilde Kind von Hameln von Bettina Szrama



Der aufsehenerregende Fall des Wilden Peter von Hameln 1724: Das Auftauchen eines verwilderten Knaben nahe Hameln sorgt für Spekulationen und Mutmaßungen am kurfürstlichen Hof von Hannover. Der Kommissar Aristide Burchardy ermittelt in der mysteriösen Angelegenheit. Doch der wilde Peter, wie er fortan von den Hamelnern genannt wird, will nicht sprechen und führt sich wie ein Wolf auf. All dies interessiert Aristide allerdings weniger als das kurfürstliche Wappen auf dem Hemdfetzen, den der nackte Wilde um den Hals trug. Peter wird im Armenhaus untergebracht und trifft dort auf Grete, die Tochter des Aufsehers. Unbemerkt bringt sie sich in den Besitz des einzigen Nachweises über Peters Herkunft. Der armen Kreatur verbunden, flieht sie mit Peter und begleitet ihn auf seinem abenteuerlichen Weg bis an den englischen Königshof Georg I. Nicht nur dieser, auch ein Celler Zuchthausaufseher, ein englischer Lord und eine hannoversche Prinzessin hegen ein auffälliges Interesse für den Wilden. Immer wieder kreuzen sich dabei Aristides und Gretes Wege, bis er ihr, in seinem Bestreben in den Besitz des Hemdfetzens zu kommen, das Leben rettet. Als er endlich hinter Peters Geheimnis kommt, muss er erkennen, dass er selbst ein wichtiger Teil in dieser Geschichte um Macht, Mord und Intrigen ist. Hat seine Liebe zu Grete trotzdem eine Chance? …

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (4)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Humor - Zum Schmunzeln" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Robert Franke

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Unterpfand von Robert Franke (Liebesgedichte)
Ein reindeutsches Gedicht von Karl-Heinz Fricke (Humor - Zum Schmunzeln)
W A H N S I N N von Marion Batouche (Emotionen)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen