Robert Franke

Unterpfand

Du hast alles versucht, du hast deine Karten ausgespielt, verstehe es doch endlich,
ich liebe dich nicht, was ist daran so schwer zu verstehen, was ist unverständlich,
ich mochte deine Gedichte, deine Worte, ich mag dich immer noch, doch ist die Liebe
etwas anderes, etwas ganz anderes, als das Leben, dass mir mit dir hier bliebe,
ich liebe dich nicht, die Worte können Waffen werden, bist du nun verletzt,
bist du nun zufrieden, ich habe es gesagt, weil du mich zwangst, zuletzt
die vier Worte auszusprechen, was hast du nun gewonnen, was ist in dir vergangen,
bist du am Ende, bist du tot, was denkst du jetzt von mir, hast dich selbst verfangen,
in deinen Hoffnungen, in deiner Suche ohne Lohn, in deinem Streben nach mehr,
warum kannst du ein Nein nicht hören, bist du ignorant, was verblendet deine Sicht,
hast du die Worte nicht verstanden, ich wiederhole sie für dich, ich liebe dich nicht,
ich weiß, dass du auch folgende Frage hasst, vielleicht spreche ich sie darum aus,
wollen wir nicht einfach nur Freunde sein, was denkst du, was machst du dir daraus?

Ich kann nicht vor und nicht zurück, ich mache Fehler, ob ich stehe oder gehe,
ob ich fluche oder flehe, ob ich renne oder falle, mal sind es wenige, mal sind es alle
Taten, die ich verfluche, die ich ungeschehen machen will,
ich kann meine Liebe doch nicht leugnen, meine Suche fand den Punkt des Zieles,
als sich mein Horizont letztgültig schloss, ich konnte nicht anders, ich bin dir verfallen,
mehr als ich dich mag, und doch will ich nicht die drei Worte sprechen,
weil ein Ich liebe dich nicht mir alles nimmt, was ich einst wollte,
wofür ich Tag für Tag mein Dasein friste, liebe mich doch, warum kannst du mich nicht lieben

Ich kann dir keine Antwort geben, ich fühle nichts für dich,
du bist nicht mehr als ein guter Freund für mich,
eine gute Freundin nur bin ich für dich, trenne endlich deine Bande,
du zerstörst mehr als du errichtest,
du machst dir doch je weiter du jetzt gehst nur selbst die größte Schande,
indem du dich am Pranger deines kranken Stolzes selbst vernichtest

Stolz nennst du es, du liegst falsch, ich wage nicht, mein Herz zu täuschen,
möchte dir ein guter Partner sein, in Tugend und in Pflicht, doch du brandmarkst mich,
beginne ich nun schon mit der prophezeiten Zerstörung, ich liebe dich,
jetzt habe ich es ausgesprochen, der Schock sitzt tief, doch ist der Stolz zerbrochen,
ich versuche nicht zu stehen, ich falle auf die Knie, ich hebe Hände zum Gebet,
es ist der selbe, der noch bis vor kurzem stark und mächtig sein wollte,
der jetzt vor dir fleht, er wirft seinen ganzen Tand an Stolz über Bord,
segelt auf dem Boot namens Hoffnung, auf den eignen Verzweiflungstränen fort

Du bist gemein zu mir, du drängst mich, zu sagen, was ich sagen muss, und doch nicht will,
aber denke, ich will dich nicht verletzen, aber nun muss der Schlussstrich sein,
lass mich allein, lass mich allein, deine Worte sind die Köder deiner Liebe,
doch kann ich dich nicht lieben, ich sagte es doch tausendmal

Tausendundeins

Und du wagst es doch mich zu verspotten, spricht mich nicht so an,
je länger ich dich leide, desto bänger wird mir,
ob ich überhaupt noch Freundschaft zu dir halten kann


So endet´s schlecht für beide, für ihn und für sie
was postum es mich lehrte, was ich dann verstand,
erzählt mein kurzer Satz mit Ironie
die Liebe ist der Freundschaft Unterpfand.

(08.08.2004)

Die Liebe ist ein zweischneidiges Schwert. Erwidert, lässt sie Blumen im Herzen blühen, abgelehnt, öffnet sie bisweilen Höllentore.

Es steht die Frage, ob Liebe und Freundschaft sich die Hände reichen können!
Robert Franke, Anmerkung zum Gedicht

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