Jannes Krinner

Alles im A....

Seit jeher lässt mein kalter Schweiß
sich nicht in seinen Poren halten.
Gesicht und Lippen werden weiß
und die Handflächen erkalten
Wenn ich die zarte Eleganz,
die ergonomisch, schlanke Dicke,
den metall-verchromten Glanz
einer kleinen Nadel erblicke.

Warum das kleine, spitze Stück
den Kreislauf in die Knie zwingt?
Drehen wir die Zeit zurück!
Was Licht in diese Frage bringt.

Weihnachten stand vor der Tür,
die Zeit für Liebe und Geschenke.
Klein Schwesterchen strickte dafür
es raunzten ihre Handgelenke.

Das Meisterwerk war eine Weste,
sie sollte unsrem Vater stehen.
Am Schluss jedoch sind Fadenreste
leider noch schön zu vernähen.

Meine Schwester wusste dies auch.
Sie hat auch nichts daran gefunden.
Sie folgte diesem alten Brauch,
doch war die Nadel jäh verschwunden.

Die Gänsehaut ist fast zu sehen,
denke ich an diesen Tag.
Auch das Nackenhaar beginnt zu stehen,
Dass ich es gar nicht schildern mag.

Das Licht in weihnachtlicher Dimmung.
Ich warf mich in die Couch recht barsch.
Doch war dann plötzlich nicht nur Stimmung,
sondern auch die Nadel im Arsch!

Die Wörter die mir hier entglitten,
die Blicke die ich zornig Warf,
entsprachen nicht den guten Sitten,
doch der Schmerz war klar und scharf.

Als ich zurück war auf dem Boden,
dem ich zuvor vor Freud entsprang,
zog ich den Spitz aus A. und Loden,
wonach ich nach Beherrschung rang.

Seit dem, wenn ich ans Sitzen denke,
ist’s auch der Platz eines Piloten,
ich den Hintern langsam senke
und nähen auf Couchen ist verboten!!!!

heute einmal etwas liebes !!!Jannes Krinner, Anmerkung zum Gedicht

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