Thomas Ammer

Glücksspiel

Ich stehe am Tisch
ein neues Spiel beginnt.
Hier stand ich lange nicht
denn dieses Glücksspiel
gewinnt man nur selten.
Man muss alles setzen
auf eine Zahl.
Die Kugel rollt,
Hoffnung und Kampf,
denn die Kugel fällt
meist abrupt,
unerwartet
und vor allem falsch.
Bislang habe ich verloren,
alles verspielt,
und wieder erworben.
 
Solange die Kugel rollt,
von Hoffnung getrieben,
ist alles in Ordnung
oder scheint es zumindest.
Gibt es keine Möglichkeit
vorher zu sehen
ob man richtig liegt.
Ich stand lang am Tisch
sah Zahlen, musterte sie
achtete auf ihr Wesen.
Nach langer Zeit
war ich bereit
das neue zu setzen.
Viele Nummern aussortiert
um auf die eine zu setzen.
rien va plus!
Nichts geht mehr.
Die Kugel rollt,
sie ist schnell,
viel versprechend.
Das Roulett
hat nur meine Zahl
und eine Null.
Wenn die Kugel fällt
richtig fällt
ist das Glück perfekt.
 
Dann verblasst die Ziffer.
Ich weiß nicht, was los ist.
Die Kugel steht.
Nichts geht weiter.
Schweigen.
Eine kurze Information:
sie bricht die Stille,
die Kugel fällt,
meine Zahl verschwindet
die Chance auf den Gewinn
ist wiedermal dahin.
Erneut alles verloren.
 
Jetzt wird neu aufgebaut
und danach?
Wer weiß, vielleicht gesetzt.
Ob ich Gewinne?
Wer weiß das schon,
Liebe ist nunmal
ein unsicheres Glücksspiel.

Dieses Gedicht entstand am 5.Dezember.2004Thomas Ammer, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.03.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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