Evelyne Weissenbach

das Männermuseum

Ich habe mir ein Museum eingerichtet
Denn auch ein Ruf wie meiner verpflichtet
Wenn man wie ich alle Männer liebt
Es immer Sammelobjekte gibt
 
Der Mann an sich als Exemplar
Von Gott erschaffen so wunderbar
Zeigt sich in seinen Ausdrucksformen
Wohl immer in den gleichen Normen
Doch die Verkleidung die er wählt
Hat meine Liebe oft gequält
 
Fangen wir bei den Kindern an
Ein Kind steckt ja in jedem Mann
So viele ängstliche - so wenig wilde
So viele trotzige - auf Mann gedrillte
 
Dann die auf jugendlich
Die nicht erkennen
Dass sie der Jugend nur hinterher rennen
Weil sie die Jugend nie gekannt
Weshalb sie keiner in mir fand
 
Die Machos - auch sie alle gleich
Außen dumm und innen weich
Aus Marmelade sie gemeißelt
Die dann mit Glasscherben bestreuselt
 
Die Softies - so verständnisvoll
Mit offenen Augen die meistens hohl
Die Liebe suchen doch niemals geben
Nur stundenlang darüber reden
 
Hier dann die Klugen und die Gescheiten
Die sich über sämtliche Themen verbreiten
Und sie den Frauen so gut erklären
Sie über alles und jedes belehren
 
Im Keller- die ewig gestrigen
Die ihre Meinung damit festigen
Dass sie ganz stur darauf beharren
Und nur in eine Richtung starren
 
Die Helden - die sind dünn gesät
In diesem Raum nur einer steht
Der sah die Liebe als Drachen an
Den man als Held nur bekämpfen kann
 
Auch die Prinzen - herbe Beute
Da nur für unerschrockene Leute
Weil sie verwandeln sich nach dem Küssen
Und wer will schon
mit Fröschen leben müssen?
 
Alle sind sie liebenswert
Doch läuft bei allen etwas verkehrt
Dies liegt beim Mann jedoch daran
Dass er nur
von unten nach oben denken kann
 
Deshalb sind bei mir die Männer alle nackt
Weshalb es nur selten auch ein Mann wagt
In mein Museum hineinzugehen
 
Könnte er doch dort
größere Denkmuster sehen

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Evelyne Weissenbach).
Der Beitrag wurde von Evelyne Weissenbach auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.03.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Buch von Evelyne Weissenbach:

cover

... und Lena liebt von Evelyne Weissenbach



Lena Rotwald will lieben. Und sie will Wahrheit, weil sie auf der Suche nach der wahren Liebe ist. Ihre wichtigsten Gesprächs-partner auf diesem Weg sind das innere Kind, das sie als ihr Selbstwertgefühl erkannt hat und Jesus, den die absolut nicht amtskirchen-religiöse Lena als Menschwerdung des Phänomens Liebe ansieht.
Die attraktive rundliche Fünfzigerin lebt ein angenehmes, in gute Freundschaften eingebettetes Leben. Und sie läßt schon mal die männlichen Puppen tanzen. Sie hat die Kondition, um Nächte lang zu feiern und den Charme, um die Menschen für sie einzunehmen. Doch für Männer wird sie rasch zum Kumpel oder Mutter-Ersatz ...

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Ironisches" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Evelyne Weissenbach

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Froschkönig von Evelyne Weissenbach (Satire)
Beförderungen von Rainer Tiemann (Ironisches)
heimgefunden von Heino Suess (Erotische Gedichte)