Oliver Zajonz

Alltagsengel

Ich seh dich oben auf der Klippe
Eiseskälte auf deiner Lippe
Du siehst des Mondes Spiegelbild
Es flackert im Meer, so sanft und mild
 
Du schaust hinein, in die stillen Wellen
Die keine Fragen deinem Willen stellen
Darauf erwacht in dir diese Lust
Die dir sagt, dass du nun gehen musst
 
Du lässt dich auch nicht länger bitten
Gehst Richtung Rand mit großen Schritten
Vom Zögern spürt man keinen Hauch
Du trittst hervor aus grauem Rauch
Und machst es wahr, du springst tatsächlich
Du warst so schön und leicht zerbrechlich ...
 
Doch dein Sturz gerät zum Flug
Und mit dem nächsten Windeszug
Steigst du empor in den Himmel der Nacht
Ich hör dir noch zu, du hast gelacht.
 

- Du bist ein Engel, hätte niemand gedacht !

Mit den „Engeln“ meine ich hier eigentlich keine übernatürlichen Wesen, sondern all jene besonderen Personen (des Alltags), deren Besonderheit man erst gar nicht wahrnimmt und wenn überhaupt , dann erst viel zu spät erkennt.Oliver Zajonz, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.04.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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