Sandra Pulsfort

Das Urlaubsdebüt

 

 

Urlaub lugt durch meine Scheibe.

Fröhlich bitt ich ihn hinein.

Freizeit streichelt meinen Leibe.

Und stellt küssend mir ein Bein.

 

 

 Leichtsinn stolpert in mein Zimmer.

Setzt sich neckisch auf mein Bett.

Wickelt kitzelnd um den Finger,

singt mit Neugier im Duett.

 

 

 Unsinn schleicht in meine Pläne.

Schmunzelnd  plauder ich ihm zu.

Plätschert frischend als Fontäne,

weckt mir Fantasien im Nu.

 

 

 Freiheit strömt durch meine Lungen.

Pflichten ruhn verblößt im Eck.

Leben hat so nie geklungen.

Freude ist des Glücks Besteck.

 

 

 Und ich kann den Tag umschließen.

Pflücke fröhlich meine Zeit.

Seelenblumen aus mir sprießen.

Traumhaft schöne Heiterkeit.

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.06.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Ein geborener Nobody hat, sofern er überhaupt jemals etwas besitzt, höchstens ein Drittel von dem, was die Norm ihr Eigen nennt. Denn er hat nun mal keine Lobby und somit auch keinerlei Protektion. Steht dabei immer in vorderster Linie des täglichen Überlebenskampfes, sich dabei selbst im Wege und muss gegen tausende Dinge ankämpfen, von deren Existenz die Masse erst einmal gar nichts weiß. Für Charly stehen die Sterne bereits schlecht, als er 1950 in Düsseldorf als Sohn staatenloser Eltern geboren, die ersten Lebensjahre in einem alten Backsteingebäude heran wächst, das hinter vorgehaltener Hand der blutige Knochen genannt wird. Als staaten- und heimatlos gestrauchelter Seemann, Chaot, Loddel und Taxifahrer, begegnet er im Alter von 53 Jahren seiner Muse, in die er sich unsterblich verliebt, sie jedoch kurze Zeit später wieder verliert. Philosophierend taumelt er weiter durch den Keller des Lebens. Seine teilweise selbst erlebte Geschichte erzählt der Autor in der Gossensprache, die er gelernt hat und reflektiert damit das Leben im gesellschaftlichen Randzonenbereich. ..für viele unserer so unglaublich normalen, überschlauen Zeitgenossen, auf eine manchmal etwas vulgär formulierte Art zu schmutzig. Aber die Wahrheit ist nun einmal schmutzig.

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