Eveline Dächer

Der Clown und die kleine Tänzerin

Ganz langsam betritt der Clown die Bühne

Er war dünn und groß,

Groß wie ein Hüne.

Seine Sonnenblume tränkte er,

Da kam eine kleine Tänzerin daher,

Eine kleine Ballerina

Sie schaut ihn an,

sagt : "Ich bin da,

Schau wie ich schon tanzen kann."
 

Ein Lächeln zog über sein Gesicht

Ein Lächeln, das alleine Bände spricht.

Fröhlich führte er nun seine Späße  aus,

Die  Ballerina spendete Applaus.

Er blühte auf, sah glücklich aus

Freute sich über das Künstler-Brot,  den  Applaus......

Ja, früher war das Zirkuszelt

Seine Welt.

Weil er nun alt und verbraucht,

Für die Manege, sagt man, nicht mehr taugt.
 

Er schaut sich wieder traurig um.

Nimmt einfach sein Bandoneon .
Und spielt so innig  irgendwas......

Und völlig alle Welt vergaß.

Doch die kleine Tänzerin

gab sich diesen Tönen hin,

sie tanzte frei nach seiner Musik,

in ihren Augen leuchtete Glück,

ganz ohne Choreographie

tanzte sie.

Und als er sie so tanzen sah,

War ihm ganz plötzlich klar

Er ist immer noch der Clown.
 

Und um ihn anzuschauen

Braucht man nicht ins Zelt zu gehen,

Man kann ihn  auf der Bühne sehen.

Schweigend nimmt  er das Kind bei der Hand,

Geht langsam  aus dem Rampenlicht –

und verschwand.

Die Tänzerin und den Clown

Konntet ihr heut hier schauen.

Sie gab ihm wieder Zuversicht

Und

Ein Leuchten in sein faltiges Gesicht.

-          c –

Eveline Dächer

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.06.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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