Sonja Nic Rafferty

Julisonne

 
Gegen das grelle Licht der Realität hilft keine Sonnenbrille
Und meine Hängematte baumelt an allzu morschen Eichen
Ich falle in die Tiefen meiner zarten Sommerhoffnungen
Was einst Wandern war wird zum Auf-der-Stelle-Treten
Selbst große Mühen brachten stets nur leere Erntekörbe
Dennoch will ich nicht in tristem Selbstmitleid zerfließen
Wie war das noch? Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied
Vielleicht kann ich an dem Werkstück erfolgreich biegen
Meine Freunde zieht es wieder in den Sommersonnenschein
Nur ich bevorzuge den Schatten des Eukalyptusbaumes
In Ullapool an der fernen Nordwestküste – weißt du noch?
 
Die Julisonne blendet heute zu sehr meine müden Augen
Auf der verwitterten grünen Bank in Celles Schlosspark
Wo diese unverschämt heitere Stimmung es schafft
Mich trauriger zu machen als schon gestern im Regen
Denn mir fehlt immer noch etwas Wichtiges zum Überleben
Geboren im kalten Licht unter fremden Heimatsternen
Wanderte ich westwärts meinen Vater kennen zu lernen
Als er schon längst nicht mehr unter uns Lebenden weilte
Doch der Sehnsucht wachsen neue Schmetterlingsflügel
Die mich sanft tragen in ein schöneres Land der Phantasie
Wo wahr werden darf was mir bisher nur im Traum erschien
 
©  2. Juli 2005 ~  Sonja Nic Rafferty
 
 

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