Jasmin Räbsamen

Crying

Feuer brennt in meinen Augen,
so heiss, dass meine Tränen sogleich verdampfen.
Noch bevor du sie sehen konntest, verschwinden sie.
Und allein meine Seele ist Zeuge, dass sie wirklich existierten.
 
Doch dich interessiert das nicht.
In greifbarer Nähe stehst du zu mir, doch dein Lächeln ist so fern.
Du lässt mich leiden, zeigst mir deinen Rücken nur, anstelle deiner Augen.
 
So dringt die Nadel tief ein in mein Fleisch, das schon längst keinen Schmerz mehr spürt. Allein der süsse Geschmack meines Blutes auf meiner Zunge lässt mich ahnen,
dass es immer noch mein eigner Körper ist, welchen ich hier schände.
Ablenken soll’s mich vom Leid in meiner Seele.
 
Noch lebe ich.
Die Verzweiflung schreit, Befreiung durch Tod ist, was sie sich wünscht.
Noch lebe ich.
Einsamkeit mich widerstandslos macht, verletzlich.
Noch schneller das Blut nun aus meinen Adern spritzt,
als noch vor so kurzer Zeit.
 
Blood, sweet blood, tastes like amity I never had.
Blood, sweet blood, feels like tranquillity for my wounded heart.
Blood, sweet blood, sounds like disappearing to all my senses.
 
Beloved darkness, fill up my empty heart with ice.
Loneliness hurts my soul like a belt goes down on my back.
 
Maybe another time you’ve felt the same pain I feel now.
I’m sorry for that.
 
My end... has come.... I know its early, but it is the better way....
If I die now, no one has to take any pain because of me anymore...
At least myself!
 
Wie kannst du alleine sein, es gibt doch so viele Geschöpfe auf dieser Welt?!
Nun… Alleinsein ist räumlich. In der heutigen Zeit schier unmöglich.
Doch Einsamkeit ist seelisch.
Auch wenn du mir direkt gegenüberstehst, bin ich einsam.
Mein Herz verzehrt sich nach Liebe.
 
Alleinsein ist ein Zustand, den man ändern kann.
Einsamsein jedoch ist ein Zustand, der nur gemildert werden kann.
Dies versuche ich, doch zurzeit bin ich schwach, mein Herz ist müde,
meine Seele gepeinigt…
 
Some people told me that they love me.
But why is this love over,
as quick as the moon disappears behind a cloud at night?
 
Can you tell me why people prevent to love?
Why do they start to love when this feeling goes by anyway?
 
I have no idea, what true love feels like.
Aber ich kenne einseitige Liebe und bete dafür, dass ich wenigstens dieses Gefühl behalten darf.
Darf ich weiterhin lieben?
Surely it would be nice to get real love, but I’m glad to get this kind of love, that I take with me all by my self.
 
J’ai des mains froides, mais un cœur chaud.
Mais, qu’est-ce que je dois faire avec un cœur chaud, qui ne plaît à personne?
Alors je rêve que le glace me ferait un cœur froid… et puis, je ne serait plus tout seule…
Non ! Je serai encore tout seule, mais je n’aurai plus des douleurs…
 
Chaque jour a besoin de recevoir une chance
pour devenir le jour le plus beau de ta vie…
 
Wenn das eine Wahrheit ist, dann möchte ich zu gerne einmal
so stark sein, um danach leben zu können…
 
Aber ich bin es nicht und die Verzweiflung zeigt mir,
dass ich es niemals sein werde.
 
Schreie, die niemals meine Seele verlassen, graben sich tief in mein Herz.
Es zerreisst mich innerlich, und doch traue ich mich nicht zu weinen.
Zu gross ist die Angst vor dem Feuer, welches meine Tränen versieden lässt,
jedes Mal, seit das Eis von mir gewichen ist.
 
Sobald ich zeige, dass ich schwach bin,
erfasst mich die Reue, es getan zu haben.
Was erhoffe ich mir davon?
Ich weiss es nicht.
Weinen ist schön, weinen befreit!
Wäre dies eine Wahrheit, so würde ich jetzt nicht lächeln.
Sondern weinen….

Bevor ich das Gedicht selber kommentiere, kurz etwas vorweg: Ich habe "Crying" in der Sprache "Deutsch" eingestuft, obwohl es sowohl Englische als auch Französische Teilabschnitte enthält. Für alle Leser, die diesen Sprachen nicht mächtig sind und deshalb die besagten Abschnitte nicht verstehen konnten, tut mir das leid *verbeug*, der Haupttext ist immer noch deutsch und mehrere Sprachen anzuwählen ist technisch leider nicht möglich. Falls jemand eine Übersetzung haben möchte, möge mir doch eine E-mail schreiben oder sonstwie mit mir in Kontakt treten, danke.
Zum Gedicht an sich: Es ist schon etwas älter, jedoch finde ich es noch immer schön, auch wenn die Gefühle nicht mehr aktuell sind. Ja, sie waren es einmal... Ich möchte mit diesem Gedicht Gefühle übermitteln, die einen wesentlichen Teil meines Lebens und meines Charakters prägten: Einsamkeit, die Angst nicht wiedergeliebt zu werden, Schmerz, der verzweifelte Wille von jemandem bemerkt zu werden.
Ich hoffe, das kam so rüber.
Eure Jasmin
Jasmin Räbsamen, Anmerkung zum Gedicht

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Jasmin Räbsamen).
Der Beitrag wurde von Jasmin Räbsamen auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.08.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Die Autorin:

  • Autorensteckbrief
  • pinkyoderbuddyweb.de (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)

  Jasmin Räbsamen als Lieblingsautorin markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Frieling`s Tierleben 2007 von Jutta Wölk



Geschichten für Tierliebhaber, 1.Auflage 2007.
Eine sehr schöne Geschenkidee für tierliebende Menschen und auch Andere.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (3)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Einsamkeit" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Jasmin Räbsamen

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Vagantenliebe von Jasmin Räbsamen (Liebesgedichte)
Gedanken an Dich... von Gisela Hilgers (Einsamkeit)
Roter Schatten von Frank Guelden (Das Leben)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen