Bernd Rosarius

Lebenskunst

Es ist eine Kunst zu leben,
das Richtige zu geben,
das Falsche nicht zu nehmen.
 
Da drehen sich die Kreise,
vor meinem Auge bunt,
da tun sie ganz leise,
sich meinem Wesen kund.
Ich sperre mich aus Sorgen,
vor meiner Eigenart,
und jeden Tag am Morgen,
verdränge ich Gegenwart.
Das Licht mir unvollkommend scheint,
dunkel-hell im Wechselbad,
das Licht des Tages ist gemeint,
der Tag der keinen Reiz mehr hat.
 
Es ist eine Kunst zu leben,
das Richtige zu geben,
das Falsche nicht zu nehmen.
  
Ich spür den Griff nach meinem Hals,
es ist und bleibt allein mein Schmerz,
die Folge die ist jedenfalls,
der feste Griff nach meinem Herz.
Ich sehe viel vorüberziehen,
an Negativfaktoren,
ich möchte allzu schnelle fliehen,
aus Angst vor den Sanktionen.
So halten mich die Bande fest,
krieg` keine Luft mehr, atme kaum,
siechend werde ich zum Rest,
vakuumverpackt im Raum.
 
Es ist `ne Kunst zu leben,
das Richtige zu geben,
das Falsche nicht zu nehmen.
  
So tropfen meine Lebenssäfte,
gemächlich auch aus dem Gehirn,
so bleib` ich gänzlich ohne Kräfte,
und zähle Falten auf der Stirn.
Das Auge hat zuviel gesehen,
der Geist hat zuviel nachgedacht,
ich kann jetzt einiges verstehen,
doch hat es mir nichts eingebracht.
Ich schaue meinen Kreisen zu,
wie schnell und schneller sie sich drehen,
ich brauche innerliche Ruh`,
um noch den nächsten Tag zu sehen.
 
Es ist `ne Kunst zu leben,
das Richtige zu geben,
das Falsche nicht zu nehmen.

 

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Kälte macht sich breit,
überall in unserem Leben.
Jetzt ist es wirklich an der Zeit,
dem positivem zuzustreben.
Eine Frau entsteigt dem Eis,
für die Hoffnung steht sie ein,
die Gesellschaft zahlt den Preis,
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