Ursula J. Geisbusch

Erlkönig mal anders

Wer spurtet so schnell durch Eis und Schnee ?
Es ist der Weihnachtsmann , ihm tun die Füße weh.
Er hat die Gaben für die Menschen dabei,
denen Weihnachten doch allerlei.
 
Mein Gott, was soll dieses ewige beschenken
seht ihr denn nicht, woran ihr sollt denken ?
Den Herr Gott bejubeln, die Geburt vom Sohn,
ist des Festes einziger Lohn.
 
Du lieber Mensch, kom, geh weit davon,
was du nicht wissen willst, ich weiß es schon,
wir feiern nicht das Fest aller Feste,
zu Geben dem nächsten nur das Beste.
 
Mein Heiland, mein Heiland und hörst du nicht,
was Mensch sich leise verspricht ?
Sie lügen, sie heucheln sich Liebe daher,
in Wahrheit sind die Herzen leer !
 
=> " Willst, Jesus Kind du mit mir gehn?
         Ich verspreche, ich kann dich verstehn,
         würde auch gerne von dannen gehen,
         nur, um solch Drama nicht mehr zu sehen "
 
Mein Heiland, mein Vater, ihr seht es doch,
die Menschen, sie fallen immer tiefer ins Loch.
Mein Jesus, mein Freund, du hast doch gesehen,
dass sie alle den Sinn nicht mehr verstehen.
 
Sie lieben dich wirklich aus vollem Munde,
und schreien soviel Unrecht in die Runde.
Mein Heiland, mein Vater, jetzt ist es genug,
ich entreisse mich dem Betrug.
 
Den Geschenken gewidmet, sitzen sie da,
es ist doch ein Drama, nicht wahr ?
Wenn Jesus heute wäre geboren,
er noch mehr, als nur verloren !
 
© Joshuas Sun
 
Anlehnung an den Erlkönig von Johann Wolfgang Goethe 
 
 

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