Georges Ettlin

Das Tännlein, Bomben und das Jesuskind

 
 
 
Das junge Tännlein steht im tiefen Wald
und fürchtet Weihnacht ängstlich dort
weil noch vor dem heilig` Abend bald
es muss vom stillen Walde fort...
 
Wo ihm  nur die kalten Winde wehen,
doch  kann es dort den Frieden sehen ;
es wird nicht gern im Stübchen stehen,
wo es mit Kerzen, bunt geschmückt
mit hellem Licht das  reiche Kind beglückt
das sich ewig nach Geschenken bückt.
 
Christus sieht wie dort in frommer Ruh
das Jesuskind,  aus Holz, ...die Aeuglein zu,
verschläft die Weihnacht gern
weil erwachsen ist das heilig` Kind
und schaut von seinem Himmel fern 
in kalte Herzen, die oft arm und blind...
 
und sieht den vollen Bauch,
wohl auch den frommen Brauch
 
und auch die vielen falschen Frommen,
die durch eigne Bomben zu ihm kommen,
 
die sieht er
glaub `ich, 
 
auch.
 
***
 
 
c/G.E.

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