Ursula Geiger

DIE FLIEGE IM STALL ZU BETHLEHEM

Fliegen sind doch arme Dinger,
haben Rüssel, keine Finger.
Haben Flügel, keine Nasen.
Keine Vettern, keine Basen.

Leben oft nur einen Tag,
sind führwar `ne große Plag.
Haben keine Osterfeier,
legen trotzdem viele Eier.

Feiern auch nie X-mas-Feste,
fressen aber uns`re Reste.
Haben keinen Weihnachtsbaum,
für Geschenke keinen Raum.

Doch im Stall zu Bethlehem
wurden sie einst schon geseh`n.
Schwirrten da um Ochs und Esel,
trotz ganz starkem Schwanzgewedel.

Setzten sich dann auf die Krippe,
um zu sehn`n die Josefssippe.
Jesuskind ganz seelig lacht,
„Hast Du mir was mitgebracht?“.

„Leider nein ich kann nix tragen,
hast Du sonst noch was zu fragen?“
„Könntest Du Maria wecken,
ohne sie große zu erschrecken?

Ich hab Hunger, muß was trinken,
untenrum tu ich auch stinken.“
Sanft setzt sich die Fliege nieder,
auf Marias zarte Glieder.

Die ist auf der Stelle munter
und sieht auf ihr Kind hinunter.
Stillt ihn, macht ihn sofort sauber
alles ist von großem Zauber.

Wir mögen zwar die Fliegen nicht,
aber die in dieser G`schicht.

Zum Gedicht von Bea Busch vom 3.12. (musca Xmas) und der Antwort von Norbert Wittke (4.12. Weihnachtsfliegengedicht)Ursula Geiger, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.12.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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