Vadim Pryde
Vergehen, Strafe, Reinigung
Ein Schrei liegt mir in meinen Ohren,
wirres Flüstern füllt die Luft,
schwarze Schwingen neu geboren,
aus meiner inner Seele Gruft.
Ein Zittern fährt mir durch das Mark,
die Sonne nirgends ist zu sehn,
wo einst das Licht war klar und stark,
ist jetzt die Hoffnung am Vergehen.
Den letzten Schimmer abgestreift,
den Blick getränkt in kaltem Zorn,
die Glieder immer mehr versteift,
beginnt die Hölle nun von vorn.
Nemesis
Blute, rufe ich den Namen,
Namen sind die reinste Macht,
erwarte von mir kein Erbarmen,
ich stürze Dich in tiefste Nacht.
Deine Seele wird erleiden
Qualen nicht von dieser Welt,
viele werden Dich begleiten,
alles was Dich hier noch hält.
Ich pflanz in Dich die Saat der Fäule,
der ewig einsam Zeiten Fluch,
und wenn dann bricht die letzte Säule,
bedeck ich Dich mit schwarzem Tuch.
Katharsis
Die Feuer brennen neben mir,
die Haut ist rußig und verkohlt,
was übrig ist in mir von Dir,
haben die Flammen sich geholt.
Ich lasse los und lass Dich gleiten,
ich banne Dich aus meiner Seele,
mit allen Deinen Eigenheiten,
ich weder Zeit noch Nerv mir stehle.
Ich bin nun frei von Dir für immer,
das Pochen schwindet langsam fort,
ein letztes Mal im Feuerschimmer,
verabschiedet Dich nun mein Wort.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.12.2005.
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