Julius Josef Mayer

Weihnachten

Wo bist du Zauber dieser Nacht?

Wo ist dein Glanz, wo deine Pracht?

Wo ist der Vorfreud’ glühend Schmerz?

Wo das erwartungsvolle  Herz?

Wo ist der Küchenstubenduft?

Wo ist die Weihrauchschwere Luft?

Wo ist das Lachen und das Toben?

Wo des  Schneegestöbers stoben?

Wo ist was ich als Kind empfand?

Wo ist die Freude über Tand?

Wo ist das schwingen meiner Seele?

Wo der Gesang aus voller Kehle?

Wo ist das ehrfurchtsvolle Staunen?

Wo ist das unbeholf’ne Raunen?

Wo ist die Kraft der heil’gen Worte?

Wo die Vertrautheit alter Orte?

Wo ist des Nadelbaumes Glanz?

Wo ist der Kerzenlichter Tanz?

Wo ist das Christkind in der Krippe?

Wo die Geborgenheit der Sippe?

Wo sind die Kinder, wo das Band?

Wo ist das neue, ferne Land?

Wo ist das Konterfei der Frau?  

Wo des  Neugebor’nen Bau?

Wo ist der  Feiertage Flair?

Wo ist  das glücksgefüllte Meer?

Wo ist der weihnachtliche Geist?

Wo der, der Ziel und Richtung weist?

Wo wollen all die Fragen hin?

Wo ist zu finden  tief’rer  Sinn?

Wo ist der Ausweg aus dem Kral?

Wo die Erlösung von der Qual?
 

Wie all  die Fragen sich erheben,

bohrend  nach  Erkenntnis streben,

so lass  passier’n dein eignes  Leben,

musst selbst in dir, die Antwort geben.

akzeptier’ , dass sich  Erleben  wandelt,

es dennoch , deinen Regeln folgt und danach handelt.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.12.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Todes-Mais von Torsten Jäger



Zwei Kommissare ermitteln, da der Leiter eines Genmais-Versuchsfeldes tot aufgefunden wird – übersät von Bienenstichen. Zunächst erscheint es wie ein Unfall. Sehr bald wird klar, dass es sich um keinen Unfall handeln kann. Doch auch ein Mord erscheint unerklärlich. Wie sollte man schließlich auch einen Bienenschwarm dazu bringen, einen Menschen zu attackieren? Die Kommissare verschaffen sich einen Überblick über die Lebensweise der Bienen und ermitteln in alle Richtung. Einerseits gibt es da eine Bürgerinitiative, die gegen den Genmais wettert. Andererseits existiert der Bruder des Opfers, der in Brasilien ausgerechnet Flora und Fauna erforscht und über ein nötiges biologisches Hintergrundwissen für die Tat verfügen könnte. Und nicht zuletzt gibt es auch noch die Imker in Bodenheim und Umgebung, die nur schwer Honig mit genverändertem Pollen verkaufen können.

Einer der Kommissare – Kelchbrunner – hadert zudem mit dem Schicksal und wirkt in dem Fall sehr subjektiv. Alles scheint sehr verworren.
Erst als ein zweiter Mensch sterben muss, erkennen die Kommissare, worum es in dem Fall wirklich geht.

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