Martin Tschümperlin

Weihnachtsgedicht



Ständiges,  fast unaufhörliches
Glockengebimmel, hier
in der Innenstadt.

Quälende Menschenmenge im
Einkaufsrausch,  jagt  hinter
Geschenkbergen her.

Glühlampen erleuchten die
winterliche Nacht.

Strom fliesst, die Dunkelheit
wird künstlich helle gemacht.

Unzufriedene Gesichter  hasten,
im Scheine der tausend Lichter.

Die Frohbotschafr wird von Heilsarmisten
ernsthaft  dargebracht -  hier an der unteren
Ecke gesungen.

Ruhe herrscht nur auf einem kleinen Platz,
der vom Rummel verschont, sich von
einsamen Menschen und  -  das Bein
hebenden Hunden erholt.

Ein  junges Pärchen steht in einer Ecke um
ein zittriges Kerzenflämmchen herum.

Weihnachten ist es,  – so wie alle Jahre.
Festliches stellt sich nicht auf Kommando
ein.

Viele Menschen bleiben heute Nacht mit
ihren innigsten Träumen und Wünschen
allein..

Es könnte durchwegs auch anders sein!























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Die Idee, die vorgelegten Gedichte in eine Buchform zu bringen, kam mir eines Tages in der Meditation. Dabei verspürte ich eher den Wunsch, dem Leser ein Gefühl von Liebe und Trost zu vermitteln, als dass es ein intellektueller Prozess war. Die Lieder sind einfach gedacht und ebenso gelesen, gibt es mir das Gefühl, erfolgreich die Lücke zwischen Wissen und Werden geschlossen zu haben. Dies ist die Reise, die wir alle von unserem Verstand zum Herzen unternehmen müssen, um uns selbst und die Welt um uns herum heilen zu können. Der Titel des Buches verweist auf eine engelhafte Reinheit, die zugleich Anspruch und auch die tiefe Wirklichkeit ist, die wir alle sind. Es liegt nur an uns, diese Qualität zu entdecken und manchmal helfen dabei ein paar wenige Worte.

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