Karl-Heinz Fricke

Eine gute Nase

Ein Blinder betrat ein Restaurant
und er wartete nicht lang.
Der Inhaber kam mit den Speisekarten:
"Ich möchte nicht, dass Sie lange warten
 
Hier ist die Karte mit dem Menü,
es macht Ihnen wenig Müh'
etwas Gutes auszusuchen.
Wir haben auch Kaffee und Kuchen."
 
Der Blinde hörte sich alles an,
und er sagte zu dem Mann:
"Gutgemeint Ihre Worte sind,
leider bin ich völlig blind.
 
Bringen Sie mir das Besteck
vom letzten Gast, der schon weg!"
Der Inhaber holte Messer und Gabel
von seinem Stammgast Gustav Zabel.
 
Der Blinde schnüffelte daran
und er verlangte dann:
"Bringen sie mir Kraut und Wurst
und ein Bier für meinen Durst!"
 
Verwundert eilte der Wirt davon,
lief in die Küche zu seiner Frau.
Er sprach zu ihr: "Weisst du Yvonne,
der Gast riecht alles ganz genau."
 
Als der Blinde wiederkam,
der Wirt gleich eine Gabel nahm,
hielt sie dem Blinden vor die Nase,
da bestellte dieser Hase.
 
Wieder lief er zu seiner Frau:
"Der Gast roch wieder ganz genau.
Ich hab mir etwas vorgenommen,
sollte er nochmal wiederkommen."
 
Wieder trat der Blinde ein.
Der Wirt lief in die Küch' hinein.
Ein Gabel schnell geputzt,
so dass sie gänzlich unbenutzt.
 
Yvonne rieb sie an ihrem Slip.
Unwillig verzog sie dabei die Lipp'.
Doch sie tat was er verlangt'
und er hat sich auch bedankt.
 
Der Blinde schnüffelte mit Gespür:
"Arbeitet eine Yvonne hier ?
Ich hätte wirklich nicht gedacht,
dass sie auch was andres macht!"
 
                  Karl-Heinz Fricke  06.01.2006

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