Anja Wassmer

Vom Himmel

 
 
Eine Feder vom Himmel.
Aus der Luft gegriffene Argumente.
Gedornte Wege hinter grünen Hügeln.
Mein Platz mittendrin.
 
 
Wenn wir etwas Sinn geben können das wir lieben,
sind wir Steine die am Wegesrand liegen.
Weil wir uns nicht mehr bewegen,
weil wir uns keine Aufrichtigkeit mehr geben.
Wir erwerben uns Zeit um zu leben,
wir erwarten von anderen uns diesen Raum zu geben.
Wir verbergen unsere eigenen Beschwerden,
und klagen über Schmerzen wenn wir verletzt werden.
Wo wir erhaben sind über Trotz, Hass oder Wut,
sind wir Objekte der eigenen Demut.
Wenn wir gelernt hätten das zu verkörpern was wir preisen,
wären wir eine Nation von Weisen.
Da wir es aber verpasst haben andere ebenfalls sehr zu schätzen,
sind wir in punkto Intelligenz die Letzten.
Wie wir uns schlussendlich entscheiden das Leben zu bestreiten,
wird mehr Bedeutung haben als ganz viel Kleinigkeiten.
Es bleibt uns offen zu fragen warum wir existieren,
wir können Meister werden wenn wir reif dafür sind richtig zu führen.
Aber ohne die Prüfung unserer inneren Vorstellungen,
wird niemand von uns eine Evolution hervorbringen.
Wenn Liebe eine Ecke ist an der wir uns wärmen möchten,
wäre es nur zu gut wenn alle so viel Geborgenheit brächten.
Ohnehin sind unsere Wege sehr verschieden,
Wir bleiben auch dual – hassen den Krieg und vergöttern den Frieden.
Falsche Scheinheiligkeit ist vielen von uns geblieben,
die Arbeit mit uns selbst bleibt leider liegen.
Wenn wir begreifen wie gross wir nicht sind,
würden wir uns wünschen wir wären blind.
Damit wir nicht mehr sehen können was uns zerrissen hat,
und unseren Schaden unvergesslich macht.
Darum bestätigt sich uns die Wiedergeburt in dem Gedanken an andere,
nicht in Heiligtum durch Zwang.
Wir bereisen uns zu wenig intensiv um rund zu sein,
uns wird zwar dargeboten nur lassen wir nicht rein.
Was uns trösten kann ist die Suche danach,
viele von uns sind dabei noch am schlafen statt wach.
Wenn mit uns das Gefühl eines Sonnenaufgangs geht,
sind wir mit uns – selbst wenn der Wind sich dreht.
Lassen wir uns zu zu bleiben,
geben wir die Möglichkeit zum verweilen.
Bis der Graben zum Meer sich schliessen kann,
sind wir vielleicht Menschen – irgendwann.
 
 
By Anja-Verouschka

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.01.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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