Sandra Pulsfort
Verse der Nacht
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Unweit verbrauchter Tage duftet Wochenende aus moosbeflaumten Kissen. Letzte Krumen verirrter Hektik picken Vögel vom Gemüt. Ich atme Zweisamkeit und lausche deinen Händen. Zarte Fingerspitzen flüstern Verse ins Gras und fädeln schimmernde Sonnenperlen, zum kostbar funkelnden Collier, strahlender Freude. Am Wegesrand blühen Butterblumen und Vertrauen um die Wette. Die ganze Welt misst mir dein Arm. Wilder Wein umrankt die Leichtigkeit, welche uns zu Füßen, das Abendrot zum Tanze führt, bis sich in der Krempe meines Sonnenhutes dämmernde Frische verfängt und uns, während der Ewigkeit eines einzigen Kusses, Liebe über die Schwelle trägt. Mit Blumen im Blick und Klee im Haar betten wir uns in Harmonie. Behütet, in den Taschen des Schlafes, ruht unser Glück. Bis das Klingeln des Weckers meine Träume wäscht. Regen prasselt gegen die Scheiben. In den Versen der Nacht stehen Pfützen, gegossen aus saurem Regen. |
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.01.2006.
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