Karl-Heinz Fricke

Das Telefon

Alexander Bell, dafür bekannt,
dass er das Telefon erfand.
Man kann es als ein Wunder sehn,
es veränderte das Weltgeschehn.
 
Rätselhaft, wie man es macht,
ob am Tage, ob bei Nacht,
zu sprechen mit Damen oder Herrn
in Moskau, München oder Bern.
 
Über Drähte, oder auch nicht,
man in eine Muschel spricht.
Kling, kling, klingeling,
was für ein unerlässlich schönes Ding.
 
Mit dem Fortschritt unsrer Zeit
war es dann auch bald soweit,
dass man mehr dazu erdacht,
was nicht immer Freude macht.
 
Achtmal geläutet hatte der Apparat,
dann kam eine Stimme über den Draht,
nicht zu des Anrufers Entzücken,
musste er weitere Zahlen drücken.
 
Die Stimme sagte: "Einen Augenblick,
wir kommen gleich auf Sie zurück.
Bleiben sie bitte am Apparat,
wir sind gleich für Sie parat."
 
Dann hört man Musik, den schönsten Laut.
Dem Anrufer wird die Zeit geklaut.
Endlich, nach vielen Minuten dann
kommt er mit seinem Anliegen dran.
 
Man braucht nicht mehr daheim zu sein,
ein Antworter speichert es dir ein.
So hört man später das Gespräch,
ist man auch für Stunden weg.
 
Ein Handy ist der letzte Schrei.
Drahtlos spricht man frank und frei.
Ob im Zuge oder Autobus:
"Mutter mach Kaffee, ick bin gleich tau Hus!"
 
                Karl-Heinz Fricke  19.01.2006
 
                Anmerkung:  Ich weiss nicht, wie es in Deutschland mit dem Telefonieren zugeht. In Kanada  
                                    ist es oft zum Verzweifeln, bis man von Ämtern und großen Geschäften endlich
                                    angehört wird.

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