Bernd Rosarius

Das Gesicht

Es schmerzt schon wieder stark,
mein anfälliges Knochenmark.
Rückenstiche werden stärker,
Kopf und Magen bereiten Ärger.
 
Schlaflosigkeiten in jeder Nacht,
hat mich ziemlich matt gemacht.
Stressgeplagt muss ich mir sagen,
doch werde ich die Seele fragen.
 
Wahrscheinlich wird sie aufbegehren,
um mich anders zu belehren.
An der Psyche kann man messen,
der Körper war total verschlissen.
 
So das ich nun als schwacher Mann,
nachts auch nicht mehr schlafen kann.
Erst frühmorgens meistens dann,
fängt für mich die Schlafzeit an.
 
Dann erscheint mir dienstbeflissen,
liegend vor mir auf dem Kissen,
Kontrast zum schwarzen Hintergrund,
ein braungefärbter Menschenmund.
 
Drumherum im hellen Licht,
unverkennbar ein Gesicht.
Und der Mund macht Kaubewegung,
doch unsichtbar ist die Ernährung.
 
Er grinst mich an, ich seh`s genau.
Erkenne nicht ob Mann ob Frau.
Der braune Mund das braune Kinn,
entsetzt schau ich genauer hin.
 
Stück für Stück bröckelt die Haut,
bis sie ist völlig aufgeraut,
und dem Gesichte sich entzieht,
bis man nur noch Knochen sieht.
 
Das Kauen bleibt, das Grinsen auch.
Der Hintergrund füllt sich mit Rauch.
Die Knochen werden frei geschoben,
die Fäulnis aber kriecht nach oben.
 
Von der Wange bis zur Stirn,
es zerfließt auch das Gehirn.
Bei dem Grinsen und dem Kauen,
werde ich gezwungen hinzuschauen.
 
Das Ekelbild ist sehr betrüblich,
Ein kahler Schädel bleibt nur übrig.
Dann werde ich wieder aufgeweckt,
mein Körper ist mit Schweiß bedeckt
 
Nach diesem Traum, nach dem Erwachen,
kann selbst am Tag ich nicht mehr lachen.

© Bernd Rosarius

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.02.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Sturmwind von Bernd Rosarius



Wenn erst ein laues Lüftchen weht,
das sich naturgemäß dann dreht
und schnelle ganz geschwind,
aus diesem Lüftchen wird ein Wind,
der schließlich dann zum Sturme wird,
und gefahren in sich birgt-
Dann steht der Mensch als Kreatur,
vor den Gewalten der Natur.
Der Mensch wird vielleicht etwas klüger,
seinem Sturmwind gegenüber.


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