Christian Breitenstein
Ein nicht ganz normaler Morgen
Morgens Halb Sechs, der Wecker läutet,
ich denke bei mir, bleib doch im Bett.
Da weiss ich noch nicht, wass es bedeutet,
wenn der Chef sagt, nicht wirklich nett:
"Seien Sie pünktlich,
denn sonst find' ich 'nen neuen!"
Ich hoff', das ist nicht wirklich,
ich könnte heulen.
Da dreh' ich mich um, sehe die Zeit
und sehe mit Schrecken,
dass fortgeschritten sie schon fast zu weit
und renne zum Becken
des Raumes, in dem ich auch dusche,
doch heute nicht, denn ich bin schon spät...
Die Zähne sind geputzt, und ich fluche
denn ich bin wirklich, wirklich, spät.
Ich spring' in die Klamotten,
dabei denke ich im Stillen
"Das ist nicht zu toppen,
konnt' nicht mal den Magen füllen".
Zum Bahnhof gerannt, die Hoffnung ist da
Dass meine Uhr falsch geeicht.
Der Zug fährt ab, ich liege da
quer im Waggon, es hat gereicht.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.02.2006.
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