Karl-Heinz Fricke

Gleichheit und Gerechtigkeit

"Die Menschen seien alle gleich!"
sprach einst der Herr im Himmelreich.
Doch wir werden es gleich sehn,
was auf der Welt seitdem geschehn.
 
Es gibt so viele Erdenzonen
in denen Geschöpfe Gottes wohnen.
Seit eh und je bekriegen sie sich
nicht zum Spaße sicherlich.
 
Oft ging es nur ums täglich Brot,
wenn allzu groß Bedarf und Not.
Dazu noch Tribute zollen,
denen, die es haben wollen.
 
Zwar nannten sie sich Gottesboten,
die Schwarzröcke und Despoten.
Die Armen wurden geknechtet,
Geschlagen und entrechtet.
 
Damit der Schandtat nicht genug,
sie nagten stets am Hungertuch.
Kindersterben bei Geburt,
im letzten Loch, der enge Gurt.
 
Der weiße Mann, der mehr gelehrt,
wurd' gepriesen und verehrt.
Er zog aus mit Spieß und Schwert,
ein farbiges Leben war nichts wert.
 
Er raubte Gold und Edelstein,
Silberschatz und Elfenbein.
Wer sich wehrte, wurde erschlagen,
oder in Fesseln aufs Schiff getragen.
 
Auch noch in der heutigen Zeit
gibt es viel Ungerechtigkeit.
Krankheit und Hungersnot,
oft bedeutend frühen Tod.
 
Die Reichen sitzen auf Bergen von Geld,
sie wird sich nicht ändern, diese Welt.
Er sieht es, der Herr im Himmelreich,
nie sind seine Geschöpfe gleich.
 
                 Karl-Heinz Fricke  12.02.2006

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